Die Nachricht traf alle Beteiligten offenbar völlig unvorbereitet: der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou will sein Volk über die Sparbeschlüsse des jüngsten EU-Gipfels entscheiden lassen. Die Nachricht trifft auch mich völlig unvorbereitet, damit hatte ich nicht gerechnet. Bisher hatte ich von Papandreou einen ziemlich negativen Eindruck, da ihm auch nichts besseres einfiel, als einseitig den Armen in Griechenland Maßnahmen zuzumuten, die man im Großen und Ganzen als Sozialabbau bezeichnen kann.
Sollte er nun die Vertrauensfrage im Parlament überstehen und sollte es somit tatsächlich zu diesem Referendum kommen, so könnte sich das Bild von Papandreou schlagartig ins Positive umkehren. Er könnte zu einem großen Europäer werden – und zwar deshalb, weil er das bislang in dieser Schuldenkrise ungeschriebene Gesetz brechen könnte, dass Volk bei Entscheidungen zur Zukunft Europas und zu Fragen der Bekämpfung der Finanzkrise außen vor zu lassen. Unabhängig vom Ausgang des Referendums würde er dann für alle anderen Verantwortungsträger eine Vorbildfunktion einnehmen.
Jetzt wird ja schon wieder rumgenörgelt: was sind seine Motive? Das ist mir egal. Er tut es. Oder es wird geheult: das kann er doch nicht machen! Die Märkte reagieren auf solche Aussagen sehr sensibel, die Kurse werden in den Keller gehen. Mir doch egal, die Märkte! Da habe ich keine Aktien drin! Und dann natürlich der Autoritätsverlust für Merkel und Sarkozy, die hart gerungen haben, einen Kompromiss auszuarbeiten. Was interessiert mich die Autorität von Merkel und Sarkozy? Sollte die sich nicht nach der Unterstützung durch das Volk ermessen?




Ob Papandreou ein demokratisches Gewissen hat oder aus purer Angst vor einem Bürgerkrieg so handelt, mag ich nicht beurteilen. Wichtig ist allein: Erlässt die Griechen über sich selbst bestimmen. Daran dürften sich die Politdarsteller in allen Hauptstädten Europas ein Beispiel nehmen.
Saludos del Uhupardo
http://uhupardo.wordpress.com/2011/11/01/applaus-fur-papandreou/
Ich sehe – wir sind einer Meinung!
Die Griechen dürfen darüber abstimmen, ob sie unser Geld annehmen wollen.
Die Deutschen dürfen aber nicht abstimmen, ob wir das Geld den Griechen schicken wollen.
(überspitzt formuliert)
Das ist gar nicht überspitzt. Das trifft sogar den Nagel auf den Kopf! Das Recht auf Partizipation an politischen Entscheidungen sollte natürlich jedes Volk haben, unabhängig davon, wer wem wieviel Geld schicken kann, soll und/oder möchte!
hier wurde den “regierungen” der eurozone, der boden unter den füssen weg gezogen, die börse reagierte sofort, kurse fielen trastisch, die anleger sind vorsichtig geworden, nun, dass war für diese polithirnies eine kleine lehrstunde in punkto “demokratie”, kommt ja aus dem griechischen, und warum sollten ausgerechnet die griechen es uns nicht vormachen, wie es geht, ob nun papandreou aus verzweiflung oder sonst einem motiv, so gehandelt hat, ist egal, der effekt und die wirkung zählen, bliebe nur zu hoffen, dass dieses beispiel schule macht, dann haben wir den “europäischen frühling” und das ganze, unseelige, konstruckt, dass nur den machtwahnsinn der schwachmaten in brüssel und der regierungen begünstigt hat, euro hin oder her, mir ist egal mit welcher währung ich bezahle, hauptsache sie ist stabil, das aber war der euro nicht, er war eine prestigewährung für kohl und konsorten, die sich, noch zu lebzeiten, ein denkmal bauen wollten, griechenland geht meiner ansicht nach, den richtigen weg, es lässt sich nicht in nationale belange hineinreden, schon garnicht diktieren und unterdrücken, zumal schon die rede von einer treuhandanstalt war, was diese angerichtet hätte, kann man am beispiel der ehemaligen DDR sehen, anektion und verscherbeln von staats- und volksvermögen im grossem stiel, den gewinn haben sich dann die mächtigen geteilt, dem volk wurden nur almosen zu geworfen, ganz nach dem motto, “gib dem hund was zu fressen und er ist zufrieden, nach dem mauerfall, war und ist es noch, das die oberste deviese der bundesregierung, hinzu kommt noch verunsicherung, belügen und betrügen, so klein halten als möglich, das hat die regierung merkel zu einer perfektion getrieben, die nur noch mit george orwells “1984″ zu vergleichen ist, griechenland, geht den einzig richtigen weg, es wählt die freiheit, nicht die diktatur von schwachköpfen, die nur eines sind, machtbesessen.