Wie kürzlich bekannt wurde, vergisst der sächsische Landtagsabgeordnete Manfred Kolbe beim Tanken öfter mal zu zahlen – jetzt kam ans Licht: derartige Patzer sind nicht nur priviligierten konservativen Parlamentarieren vorbehalten. Auch dem einfachen Wahlvolk unterlaufen angesichts privat angespannter Kassenlage hier und da gelegentlich Missverständnisse beim Begleichen von offenen Rechnungen!
Schwerin. Großer Ärger um den Schweriner Blogger Roman Möller. Ihm wird vorgeworfen, an der Kasse eines Supermarktes nicht bezahlt zu haben. Möller bestätigte den Vorfall, erklärte aber, nicht vorsätzlich gehandelt zu haben. Er warb um Verständnis: “Ich war total im Stress. Da waren total viele Menschen an der Supermarktkasse und da habe ich eben die Übersicht verloren – und so habe ich die Waren vom Band einfach in meinen Einkaufsbeutel gelegt, ohne zu zahlen. Ich habe mich noch gewundert, warum sich das Drehkreuz nicht bewegt hat – ich bin dann einfach rübergesprungen. Auch habe ich mich gewundert, warum die Verkäuferin mir hinterher gebrüllt hat – ich habe einfach freundlich gewunken und bin weiter gegangen.” Möller warb abschliessend um Verständnis: “Wie gesagt: der Stress! Ich kann mich nur entschuldigen!”
Doch das Problem ist bei Möller nicht neu. Bereits früher ereigneten sich ähnliche Vorfälle. Vor zwei Jahren vergaß er, die Miete zu überweisen. “Ich hatte einen total stressigen Tag und habe mich noch gewundert, warum ich noch Luft auf dem Konto hatte. Ich hatte mich total gefreut und mir einen Kasten Bier gekauft – erst nach dem Ausnüchtern ist mir eingefallen, dass ich die Miete nicht bezahlt hatte.”, sagte Möller. Grotesk! Sogar in der eigenen Wohnung kam Möller nicht auf die Idee, die Miete zu überweisen.
Möller bloggt seit 2007, hat dementsprechend nicht selten stressige Tage. Da fällt schonmal die eine oder andere Rechnung unter den Tisch! Möller konnte auf Nachfrage nicht ausschließen, dass sich ähnliche Vorfälle erneut ereignen. Er sicherte aber zu, die Rechnungen sofort nachträglich zu begleichen und sich zu entschuldigen.




Ja, das kenne ich, wem sagst Du das.
Ein größeres Problem bei meinen unbezahlten Rechnungen stellten bisher die oftmals ziemlich ungeduldigen Gläubiger dar. Einige von ihnen erdreisteten sich sogar, ihre vermeintlichen Forderungen mit mehrfachen Mahnschreiben oder letztendlich gar mit Drohungen mit dem Gerichtsvollzieher zu unterlegen!
So ein unverschämtes Pack!!!
Die Lösung war denkbar einfach. In einem Rundschreiben habe ich allen meinen Gläubigern mitgeteilt, wie ich diese Angelegenheit künftig handhaben werde:
Alle unbezahlten Rechnungen werden zu Weihnachten in eine große Lostrommel gelegt und eine Tombola damit veranstaltet. Mit verbundenen Augen werden anschließend drei davon gezogen und auch bezahlt.
Selbstverständlich habe ich darauf hingewiesen, daß alle Gläubiger von dieser Verlosung ausgeschlossen werden, welche die Unverfrorenheit besitzen, mir weitere Mahnschreiben zu schicken.
Seitdem ist Ruhe im Karton. Ein geniales System!
Die schicken dir Mahnschreiben? Das ist ja wohl das Allerletzte!!