Riesenaufregung um die Techno-”Band” Scooter: aufgrund des Auftauchens eines gemeinsamen Fotos mit der Band “Kategorie C” werden Scooter jetzt auf Schlag der rechten Szene zugeordnet. Die Jungs selbst meinen ja, dass sie nicht wussten, mit wem sie sich eigentlich haben ablichten lassen. Was soll ich sagen: in Anbetracht ihrer aus meiner Sicht begrenzten “musikalischen Kompetenz” glaube ich ihnen sogar, dass sie nicht ansatzweise ahnten, wer sie dort zum Fanfoto gebeten hat.
Ein weiterer Indizienbeweis ist für mich ja auch, dass eine politische Positionierung von H.P. Baxxter und seinen Technofreunden in Anbetracht der inhaltlichen Substanzlosigkeit ihres Gesamtwerkes überhaupt nicht ins Gesamtkonzept passt – das wären ja sozusagen “völlig neue Töne”. Politische Positionierungen passen doch neben so geistreichen, substanziellen Aussagen wie “I want to see you sweat”, “One, two, three -Fire!”, “Move your ass!” oder auch “It’s so beautiful to see your hands in the air!” überhaupt nicht ins Bild. Also bitte. Das Ganze ist völlig abwegig.
Ganz davon abgesehen waren Scooter für mich schon immer irgendwie “Unhyper” statt “Wicked”, was man leicht auch aus meinen Ausführungen herauslesen kann, wie ich vermute – der Aufforderung “I want to see you sweat?” bin ich, wenn überhaupt, nur in dem Sinne gefolgt, dass ich in Anbetracht der immer weiter um sich greifenden inhaltlichen Schlichtheit in der Popmusikbranche gelegentlich mit Angstschweiß zu kämpfen hatte. In dem Bereich sind Scooter bereits seit 1993 ja sowas wie die Speerspitze der Bewegung!




In geschildertem Fall sollte man die Situation keinesfalls durchwinken oder verharmlosen.
Erst recht ist die Definition: “In dem Bereich sind Scooter bereits seit 1993 ja sowas wie die Speerspitze der Bewegung!” eine doch sehr fragwürdige Aussage welche, im Tenor bisweilen heroisch unterlegt, eher im Sprachgebrauch von Faschisten und Stalinisten beheimatet ist.
Zum besseren Verständnis ist es vielleicht notwendig zu erwähnen, dass die Elektropopperkapelle “Scooter” die Bespaßung einer als vollkommen kritikfreien und entpolitisierten Generation, als Ziel empfindet. Dafür gab es Gold und Platin. Nicht ohne Grund…
Natürlich erwartet niemand von den Scooterpoppern politisch motivierte Liedermacherabende in unplugged Versionen – dennoch reiht sich diese “Band” eindeutig in die Kategorie “stumpf-dumm-dumpf” ein und tut so, als ob selbige keine Ahnung hat, wer ihnen um den Hals fällt.
Einzige “musikalische” Kompetenz – ja einziger “musikalischer” Auftrag von H.P. Baxter und seinen Tastenklopfern, ist demnach die Umsetzung ihres 120 seitigen Plattenvertrages!
Klar, wissen die Typen Wer was, Wer wann, Wer wie, Wer wo “musikalisch” unterwegs ist!
Nur passt dieses politisierte Image nicht in in die “Kategorie C” von Scooter… Hyper Hyper!!!
FH