Das Kabarett- und Satirejahr ist bereits in vollem Gange! Über die ersten beiden Highlights freut sich der geneigte Konsument bereits diese Woche: neben der Klausturtagung der CSU-Bundestagsfraktion in Wildbad Kreuth steht auch das Dreikönigstreffen der FDP auf dem Programm – allerdings ohne Könige. Ausgewählten Zitaten aus der Rede des FDP-Parteivorsitzenden Guido Westerwelle möchte ich nun die Inhalte gegenüberstellen, die Westerwelle, so vermute ich stark, wirklich transportieren wollte. Auf geht’s!
“Wir müssen unsere Erfolge klar vertreten.”
Es ist völlig klar – wir alle sind Schuld am Niedergang der FDP, ich allerdings am wenigsten.
“Nicht die Bürger dienen dem Staat, sondern der Staat dient den Bürgern.”
Die Bürger dienen nicht dem Staat, sondern den Interessen der Wirtschaftslobby.
“Wer die Freiheit liebt, der braucht eine starke FDP.”
Wer die Freiheit der Wirtschaft liebt, der braucht eine starke FDP.
“Wir haben den Politikwechsel eingeleitet. Das setzen wir fort.”
Wir haben den Untergang des solidarischen Gesundheitswesens eingeleitet. Das setzen wir fort.
“Ohne FDP gibt es linke Mehrheiten, mit der FDP kann man das verhindern.”
Ohne FDP gibt es linke Mehrheiten, mit der FDP linke Versprechen.
“Die FDP ist eine Partei für das ganze Volk …”
Die FDP ist eine Partei für die ganze Wirtschaft …
“… weil es nichts sozialeres gibt, als Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen.”
… weil es nichts neoliberaleres gibt, als Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen, von denen niemand leben kann.
“Kritik und auch Selbstkritik ist erste Bürgerpflicht.”
Kritik und Selbstkritik ist erste Bürgerpflicht – aber bitte nicht an mir und bei mir.
Wann sind wieder Wahlen?




Du bist schuld, dass meine Unterhose nass ist.
Wenn das so ist – gern geschehen!
Bei den (neo)Liberalen gibt es 2 möglichkeiten: entweder sie wissen es nicht besser oder sie wissen es besser und verarschen sich selbst und glauben sie wwürden uns dadurch ebenfalls verkackeiern.
Außerdem musst du bedenken, dass du (und ich) ja gar nicht in die Zielgruppe der FDP gehören (nicht mal unter dem frendwort “Neue Wählerschichten erschließen”).
Das Schlimme, deine achsogeliebte SPD, ist auf bundesebene immer bereit mit Koalitionen mit der CDU/ CSU, den Grünen und auch der FDP. Wir leben in eine 4 Parteien Diktatur. Da sind mir CDU/Grüne/SPD kein deut besser als die FDP. Jeder kann mit jeden.
Dass “jeder mit jedem kann”, das ist ein Markenzeichen einer funktionierenden DEMOKRATIE, du Hirsch!
Wäre es denn (deiner Meinung nach) besser, wenn zu dieser vermeintlichen “4-Parteien-Diktatur” noch eine weitere Partei hinzu käme?
Was wäre das dann? Eine 5-Parteien-Diktatur?
Oder eher das Ende der Demokratie, falls sich diese Partei als nicht koalitionsfähig erweisen würde?
Na?
@Anonymus:
Minotaurus hat recht, wenn er sagt:
Dass „jeder mit jedem kann“, das ist ein Markenzeichen einer funktionierenden DEMOKRATIE …
Den Hirsch habe ich absichtlich weggelassen, weil “er” den Weg der sachlichen Diskussion und Argumentation verlässt.
Das Schlimme, deine achsogeliebte SPD, ist auf bundesebene immer bereit mit Koalitionen mit der CDU/ CSU, den Grünen und auch der FDP.
Das heisst nicht, dass “meine ach so geliebte SPD” für die gleichen Werte wie die FDP steht. Willst du, dass die Parteien nicht koalitionsfähig sind und das Land damit unregierbar wird? Was soll anders werden? Da bin ich gespannt …
Wow, der erste Kommentar auf meinen Statement und schon bin ich ein Hirsch. Aller Achtung. 1:0 für mich. Na klar können sie Koalieren, das wird aber nicht genutzt um Deutschland besser zu regieren. Oft will doch nur eine Partei die andere schädigen. Das hat man doch bei Scharz/Rot gesehen, das war doch eher ein gegeneinander als miteinander. Das Tolle ist doch, an der Macht läßt sich die Klientel viel besser bedienen. Super ist auch immer das man sich, siehe Hartz 4, sich streitet, sich nicht einigt, und schwups nach der HH-Wahl, ein Ergebnis. Ok, es ist Verfassungswidrig und in illegalen Gremien beschlossen worden, ohne das ein Vermittlungsausschuß getagt hat. 5€ reine Willkür. Das SPD nicht, wenigstens wie die Grünen ausgestiegen ist, zeigt nicht gerade wie sozial sie doch sind.