Die Klausurtagung in Kreuth scheint mal wieder der absolute Kracher gewesen zu sein. Am Rande der Klausur und danach reden sich führende Vertreter gegenseitig in christlich soziale Ekstase. So sagt Erwin Huber in einem Bericht des Bayernkurier:
“Nur die CSU kann die Interessen Bayerns wirkungsvoll vertreten.”
Der überzeugte Demokrat weiß natürlich genau, dass das totaler Unsinn ist. Welche Partei die Interessen des Landes am wirkungsvollsten und gegebenfalls alleine vertreten kann und soll, entscheidet immer noch der Wähler. Die Aussage zeugt also mehr von kapitalistischer kapitaler Selbstüberschätzung als von irgendwelcher Kompetenz. Ein weiterer Beweis für meine (wohl wenig gewagte) These ist das Parteimotto der nächsten Monate:
“Sicherheit geben, Werte bewahren, Chancen schaffen.”
Im Grunde handelt es sich auch um das Wahlprogramm der anderen Parteien – austauschbarer kann man es nicht formulieren. Günther Beckstein kann das aber noch toppen:
“Wenn wir uns zuviel mit uns selbst beschäftigen, merken die Leute gar nicht, wie schlecht die anderen sind.”
Das ist mal einer der besten Sätze, den ich jemals von einem CSU-Mitglied gehört habe. Wenn die CSU sich nämlich lange weiter wie in Kreuth nur mit sich selbst beschäftigt, merkt der mündige Wähler am Ende noch, das es sich bei der CSU auch nur um Menschen handelt und nicht um übermächtige allwissende Politiker, für die man sie dank ihrer Aussagen manchmal halten könnte!



da ist roland koch jedoch ein vorbild. er handelt und denkt immer nach dem willen des volkes, zumindest nach dem willen, den er dort vermutet.
sollte sich langsam aber sicher bei der deutschen ski-nati bewerben. slalomfahren.
Die CSU handelt genauso wie Roland Koch! Die denken doch auch, das Volk hält sie für die Größten … ich sehe da gar keinen Unterschied.
[...] diskutiert und ob es ein solches Bündnis auch auf Bundesebene geben könnte. Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber (was hat der eigentlich damit zu tun – in Bayern braucht die CSU doch [...]
[...] Das Schlimmste allerdings: Parteichef Erwin Huber freut sich auch noch darüber, das die Gegenfinanzierung (es geht immerhin um 28 Milliarden €) ausschließlich mit in den nächsten fünf Jahren prognostizierten Mehreinnahmen erfolgen soll (” … fundierte Schätzungen [...] soweit man das über fünf Jahre vorhersagen kann …” ). Das bei solchen Konzepten keine seriöse Gegenfinanzierung ausgearbeitet wird, ist ja nicht neu (offensichtlich steht die CSU der Linkspartei doch näher, als mancher gedacht hat!) – aber sich dann auch noch darüber freuen? Sind das noch die Nachwehen von Kreuth? [...]