Ich bin ein Freund fundierter Wissenschaft – und ich hasse Vorurteile und Klischees. Niemand ist ganz frei von Vorurteilen und Klischees. Es ärgert mich also auch, wenn ich Vorurteile habe. Vor allem ärgert es mich aber, wenn andere welche haben. Ob diese Studie (Studien ärgern mich mitunter auch!) als fundierte Wissenschaft zu betrachten ist, kann ich nicht abschließend beurteilen. Aber sie gefällt mir. Forscher haben nämlich herausgefunden, das der Unterschied zwischen Männern und Frauen gar nicht so hoch ist, wie von manchem bislang gedacht:
„Befund für Befund greift die Erkenntnis Raum: Mann und Frau unterscheiden sich kaum. [...] Und da, wo sich Verschiedenheit messen lässt, spielt sie entweder keine Rolle für den Lebensalltag oder ist unbedeutend klein. Vor allem aber scheint sie nicht das Ergebnis biologischer Bestimmung zu sein.“
Ich will jetzt nicht angeben: aber ich habe es schon vorher gewusst. Frauen gehören an den Herd und nicht hinter’s Steuer. Männer reden weniger und sind bessere Handwerker. Das war, ist und bleibt alles Unsinn. Jeder vernünftige Mensch (egal ob Mann oder Frau, versteht sich!) weiß, dass es auf die individuellen Fähigkeiten und Anlagen der einzelnen Person ankommt – und zwar geschlechterunabhängig.
Jeder der mal kurz nachdenkt, kennt auch sicher irgendeine Frau, die handwerklich begabt ist und Auto fahren kann – oder einen Mann der gut kocht und einfühlsam ist. Der Beweis! Wer hingegen niemanden kennt, der das Klischee widerlegt, der will auch niemanden kennen, der seinen Traum von der Realität dieses uralten längst erledigten Klischees zerstört. Das ist auch wieder geschlechterunabhängig. Denn eine Eigenschaft des Menschen trifft ebenfalls auf Mann und Frau zu – er braucht etwas, über das er sich künstlich aufregen kann!





… stimmt. Die paar Zentimeter. Und das bißchen mehr Intelligenz. *fg*
Aber das mit dem Autofahren??? Tztztz.
Ich kenne sogar einen Mann, der einfühlsam ist, gut kocht, handwerklich begabt ist und Auto fahren kann
Jetzt wo du es sagst – ich auch!!!
Die Unterschiede sind aber gerade das interessante…
Solange meine persönlichen Erfahrungen eher die Erkenntnisse der alten Philosophen bestätigen als die Studien irgendwelcher Mädels, wird sich meine Meinung nicht ändern.
Die Quotenweiber in der vorigen wie auch der aktuellen Bundesregierung bestätigen beispielsweise Hegels Ausspruch zu Frauen in der Regierung wunderbar.
@Fragezeichner: Durchaus. Das sind aber dann Unterschiede, die sich zumindest nicht für Klischees und Vorurteile eignen.
@Karl: Willst du uns genaueres über deine persönlichen Frage mitteilen? Falls nicht, müßte man sich zumindest fragen, aus welchem Grund du Unterschiede festgestellt hast.
@Roman: stimmt!
Schau Dich nur mal in der Bloggerszene um. Wo sich Frauen beteiligen geht es um völlig andere Themen. Frauen betreiben andere Sportarten, lernen andere Berufe etc. Kein Mensch kann mich glauben machen, daß diese überall zu beobachtenden Phänomene nur in der Erziehung liegen.
Ich gebe gern zu, daß die Unterschiede gering sind. Immerhin unterscheidet sich unsere Erbinformation auch nur um 3% von der eines Affen.
Ich gebe auch gerne zu, daß die Übergänge fließend sind. Es gibt Mannweiber und weibische Männer. Ich betrachte in diesem Zusammenhang die Masse, nicht den Sonderfall.
Interessant ist auch, daß Spitzenleistungen nahezu ausschließlich von Männern erbracht werden, selbst in „typischen Frauenbeschäftigungen“. Die berühmten Köche beispielsweise sind fast durchweg Männer.
Wenn Du die Augen offenhältst und Dich nicht von feministischen Parolen täuschen läßt, findest Du massenweise Beispiele für diese Aussagen.
@Karl:
Erstmal wäre ja zu fragen: Was verstehst du unter Spitzenleistungen in „typischen Frauenbeschäftigungen“? Das berühmte Köche Männer sind heißt ja nicht automatisch, dass sie die besten sind.
Trotzdem glaube ich, dass du nicht ganz unrecht hast – es GIBT Unterschiede. Männer neigen viel mehr zu Kompetenz- und Rangstreitigkeiten. Darum bemühen sie sich auch mehr, in ihrem Bereich der Beste zu sein. Und das im Sport die absoluten Rekorde von Männern gehalten werden, liegt daran, dass Männer eben in Normalfall mehr Muskelmasse haben. Aber trotzdem denke ich schon, dass es prinzipiell nur geringfügige Unterschiede gibt. Zwar mag es mehr schlechte Autofahrerinnen als schlechte Autofahrer geben, aber das kann auch daran liegen, dass eine Frau auch viel schneller in Reflexe à la „Ich kann das ja eh nicht,ich bin ja nur eine Frau“ fällt als ein Mann. Schließlich ist es für einen Mann nur nervig, wenn er nicht beim ersten Mal perfekt einparken kann; eine Frau muss ja sofort damit kämpfen, dass sie unbewusst die ganze Zeit denkt: „Frauen können nicht einparken!“
welche Unterschiede kann es zwischen den Männern und Frauen geben? Jene, die sozial gemacht sind.
lg, Kati
@ Kati: Beweis durch Behauptung?
Nur ein Beispiel: Du scheinst mir eine der verschwindend wenigen Frauen zu sein, die sich auf einen politischen Blog verirrt und kommentierst dieses Thema.
@ MuGo: Ruhm und Können stehen zwar nicht in direkter Relation, aber in der Regel sehr eng beisammen.
Warum hat Kati sich auf diesen Blog „verirrt“?? Erstmal ist es natürlich gar kein politischer Beitrag, sondern ein gesellschaftliches Thema. Zum zweiten könnte ich weitere weibliche Leser dieses Blogs aufzählen, teils in der Blogosphäre, teils aus dem privaten Bereich – die interessieren sich dann teilweise sogar für politische Beiträge. Politisches Interesse lässt sich nun wirklich nicht an geschlechtlichen Unterschieden festmachen. Das es mehr Männer als Frauen in der Politik gibt, liegt vielleicht sogar an den sozial gemachten Unterschieden, die Kati in ihrem Kommentar anspricht.
Worauf ich wie gesagt hinaus will in meinem Beitrag ist, das man einen Menschen zwar sexuell nach seinem Geschlecht unterscheiden sollte (jeder wie er möchte) – aber charakterlich oder ganz allgemein personell sollte man aber „geschlechtlich unvorbelastet“ an eine Beurteilung herangehen.
Stimmt schon, Roman, es gibt sicher auch andere Frauen, die Deinen Blog lesen / kommentieren. Das ändert aber nichts am Mengenverhältnis Männer / Frauen bei politischen Themen. Es kommt allerhöchstens 1 Frau auf 10 Männer.
Inzwischen habe ich mir Kati’s Blog angesehen. Die Farbe Rosa ist ihr an ihrem tollen neuen Notebook offensichtlich wichtiger, als die technischen Daten. Deshalb hat ihre Festplatte auch 1,2 TByte und 3 USE-Anschlüsse. Du wirst mir jetzt sagen, das seien Tippfehler. Ich aber sage Dir: das ist typisch Frau.
Also gehe hin, und betrachte die Handlungen von Frauen wirklich „geschlechtlich unvorbelastet“ und wirf die feministischen Denkverbote über Bord, mit denen sie uns seit Jahrzehnten bombardieren.
Das mit der Farbe ist Geschmackssache, die Schreibfehler können in mangelnder technischer Kenntnis begründet sein (was nicht beweist, das jede Frau diese Anlagen hat!). Was die Frau in der Politik betrifft: was sagst du zu der Vermutung, das dieses Ungleichgewicht sozial gemacht ist – wie Kati es sagt??
Damit sind wir wieder bei meiner Kernaussage: nur weil Kati ein rosa Notebook hat, lässt sich doch darauf nicht auf eine Rosa-Vorliebe bei allen anderen Frauen schließen. Man muß einfach ohne Vorurteile an die Person herangehen. Das meine ich.
Dieses Ungleichgewicht ist nicht sozial gemacht, sondern Folge der kleinen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Wie gesagt, ich folge in dieser Hinsicht Hegel, der sagte: „Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung.“
Meine Erfahrungen bei der Beobachtung von Frauen in wichtigen Belangen zeigt immer wieder, daß Hegel recht hat.
Natürlich beweist Katis Notebook für sich betrachtet gar nichts, denn ein Notebook macht noch keine Statistik. Aber ich wette eine Kiste Bier, daß diese Geräte in dieser Farbe in einem Verhältnis größer 10:1 von Frauen : Männern genutzt werden.
Wenn Du dann noch betrachtest, daß das Mädchen ein solches Gerät in dieser Ausstattung (12″ WXGA TFT und Dual Core CPU) gekauft hat, um seine Diplomarbeit zu schreiben, siehst Du alle Vorurteile bestätigt. Allerdings nur dann, wenn Du mal kurz die rosa Brille abnimmst.
Die Bierwette ist eine Überlegung wert – zugegeben.
“Stehen Frauen an der Spitze der Regierung, so ist der Staat in Gefahr, denn sie handeln nicht nach den Anforderungen der Allgemeinheit, sondern nach zufälliger Neigung und Meinung.”
Das ist doch aber nun wirklich kein geschlechterspezifisches Problem. Der Staat ist immer dann in Gefahr, wenn Menschen in der Regierung egoistisch handeln (das ist in den seltensten Fällen Zufall, wie du schreibst). Das betrifft Frauen und Männer – und so gut wie immer.
Von mir aus gibt es mehr Frauen mit rosa Notebooks als Männer – aber das sagt doch nicht, dass die Frau die du konkret beurteilen willst, ebenfalls rosa als Farbe für ein Notebook bevorzugen würde. Das genau ist doch ein Vorurteil. Ich sage lediglich, das man einen Menschen geschlechterunabhängig vorurteilsfrei berurteilen sollte – wenn es auch manchmal schwer fällt.
Ich bin mir durchaus darüber im Klaren, daß meine Grundhaltung mich in Ausnahmefällen fehlleitet. Eine Grundhaltung, die der feministischen Propaganda vertraut, würde mich jedoch erfahrungsgemäß öfter zu Fehleinschätzungen leiten.
Ich sagte oben schon: „Ich gebe auch gerne zu, daß die Übergänge fließend sind. Es gibt Mannweiber und weibische Männer.“ Daher sollte man natürlich versuchen, alle Menschen vorurteilsfrei zu beurteilen. Man sollte aber auch die Unterschiede nicht kleinreden, denn erstens verschwinden sie dadurch nicht, und zweitens möchte ich das auch gar nicht.
@Karl:
Aber ich verstehe dich doch richtig, wenn ich deine Meinung folgendermaßen zusammenfasse: „Prinzipiell – Ausnahmen bestätigen die Regel – trifft ein Mann die besseren Entscheidungen, da er nicht so emotional handelt.“
Oder?
Jein. Dazu hatte ich einmal eine höchst interessante Untersuchung in Händen, die folgende Aussage traf:
Steht die Entscheidung unter Zeitdruck, so treffen Frauen die bessere Entscheidung.
Kann die Entscheidung unter hinreichender Erwägung aller Kriterien getroffen werden, sind Männer besser.
Das würde der Volksmeinung entsprechen, daß Frauen emotionaler handeln (und darin eben auch besser sind) während bei Männern die Ratio überwiegt.
Ob’s wahr ist, weiß ich nicht. Immerhin dominieren Männer auch die Motorsportarten, bei denen es eher auf Reaktionsgeschwindigkeit als auf Kraft ankommt.
Das müsste sich meiner Meinung nach nicht ausschließen – Reaktion würde ich anders bewerten als kurzfristige Sachentscheidungen…
Aber Jein ist jetzt keine so befriedigende Antwort…^^
Im Gegensatz zu den Aktivisten bin ich wenigstens ehrlich.
Ich will die Mädels gar nicht niedermachen, ich bin lediglich der Meinung, daß diese ganze Gleichmacherei nichts bringt. Männer und Frauen unterscheiden sich, und dieser Unterschied ist bei weitem nicht so klein, wie die politisch korrekte Linie das aktuell vorschreibt.
Nun ist es an uns, das Beste aus diesen Unterschieden zu machen, statt sie zu leugnen. Und wenn sich nur eine von zehn Frauen für Politik interessiert, dann ist eine Quote von 50% einfach hirnrissig, genau wie eine Quote für den Beruf der Hebamme hirnrissig wäre.
„Kann die Entscheidung unter hinreichender Erwägung aller Kriterien getroffen werden, sind Männer besser.“
Das würde also bedeuten, das Männer im Schnitt intelligenter sind als Frauen. Daran glaube ich schonmal nicht.
Und was die Quote betrifft: auch auf die Gefahr hin, das ich mich wiederhole. Man muß die einzelne Person betrachten. Wenn man jemanden unvoreingenommen beurteilen will, dann macht es überhaupt keinen Sinn sich die Gesamtheit aller Frauen oder Männer anzuschauen.
Einen Rückschluss auf die Intelligenz zu ziehen, weil die Mechanismen, die zu einer Entscheidung führen, unterschiedlich sind, halte ich für gewagt. Zumal der Schluss keine Bedeutung mehr hat, wenn ich den nächsten Satz betrachte.
Wenn Du die einzelne Person betrachtest, ist eine Quote erst recht hirnrissig. Dann sind wir uns einig.
@Karl, danke, dass du mir geschrieben hast, dass die Diskussion hier weitergeht.
So, nun kannst du mir mal erklären, wie du feststellen kannst, dass die Tatsache, dass ich mich wie eine typische Frau verhalte, auf die biologischen Unterschiede zw. Frauen und Männer zurückzuführen ist?
Zu Hegel: ach, er hat sich eindeutig geirrt. Gerade in der Politik haben AkteurInnen eigentlich wenig Spielraum. Heutzutage werden Entscheidungen in der Politik unter dem Druck von unterschiedlichen Faktoren (internationale politische und wirtschaftliche Beziehungen, rechtliche Rahmenbedingungen und in Österreich auch soziale Partnerschaft) getroffen. Wer kann sich erlauben, nach persönl. oder zufäll. Neigung zu handeln?
Hallo Kati,
eigentlich dachte ich, Du trittst jetzt den Beweis für Deine Behauptung an, die Unterschiede zwischen Männern und Frauen seien sozial gemacht. Statt dessen drehst Du den Spieß einfach um. Typisch Frau!
Spaß beiseite. Ich bin sicher, daß sowohl soziale als auch biologische Aspekte eine Rolle spielen, wobei die biologischen Aspekte überwiegen. Weder dafür, noch dagegen wird sich ein echter Beweis führen lassen, aber es gibt sehr viele Hinweise, die für meine These sprechen.
So gibt es z.B. keine dauerhaft erfolgreiche Kultur unter einem Matriarchat oder auch nur unter einer Gleichstellung der Geschlechter, es gibt kaum Frauen in Spitzenpositionen der Wirtschaft, der Wissenschaft oder der Politik.
Wo keine Quoten herrschen, hat sich der Anteil der Frauen in Führungspositionen lange nicht in dem Ausmaß entwickelt, in dem der Anteil der Frauen zunahm, deren Ausbildung den Ansprüchen solcher Positionen genügt. Trotzdem es inzwischen eine ganze Menge von Einrichtungen gibt, die Frauen ganz gezielt fördern, wurde das Ziel der Gleichstellung nicht nur nicht erreicht, es wurde kaum eine Annäherung geschafft.
Du behauptest, Hegel habe sich geirrt, aber deine Argumentation dazu ist alles andere als stichhaltig. Ich weiß ja nicht, wie die Politik in Österreich agiert, aber in Deutschland haben wir einen wunderbaren Vergleich zwischen dem vorherigen Kanzler und der aktuellen Kanzlerin.
Der Kanzler hat eine Agenda entworfen, er hatte Ziele, er hatte Visionen. Die Kanzlerin wurstelt sich so durch, die Agenda des Kanzlers reicht ja noch bis 2010. Ihre politische Aussage besteht in dem Satz „Ich will Deutschland dienen“.
Vergleichst Du die Biographien der beiden, so wirst Du erkennen, daß Gerhard Schröder ein Kämpfer ist, der sich aus ärmlichsten Verhältnissen den Weg an die Spitze erkämpft hat, und zwar aus eigener Kraft. Die Merkel dagegen ist Streber, immer schön brav, keine eigene politische Meinung, immer schön opportunistisch durchgemogelt. Sie hat sich an die Spitze intrigriert, hat aber noch immer kein politisches Konzept, kein Ziel, keine Visionen.
Du wirst natürlich einzelne Frauen finden, die Rückgrat zeigen, Ziele und Visionen haben und durchaus in der Oberliga mithalten können. Ihre Anzahl ist aber nach wie vor verschwindend gering, und ich kann keine nennenswerten Zuwächse erkennnen. Es handelt sich dabei jedoch nur um die Ausnahmen, die die Regel bestätigen. Das liegt in der natürlichen Bandbreite der Genetik.
Lieber Karl,
ich kann dir leider nicht zustimmen, da ich biologischen Unterschiede unwichtig halte. Beide Standpunkte sind Theorien, wie vieles andere im Leben, gibt es auch hier keine eindeutige Erklärung.
Dein Beispiel mit den Unterschieden zw. Schröder und Merkel ist für mich zu wenig, um das Phänomen des Verhalten der Frauen in der Politik zu erklären. Du Vergleichst die Arbeitsweise von 2 Personen. Deine „Stichprobe“ ist eindeutig zu klein, um eine allgemeine Aussage zu treffen
Das war eine schwache Replik. Natürlich ist ein Beispiel keine repräsentative Untersuchung, sondern ein Beispiel für die Wirkungsmechanismen, die unter anderem dazu führen, daß es eben kein dauerhaft erfolgreiches Matriarchat gibt, kaum eine Frau in Führungspositionen.
Wären Frauen wirklich so gleich, wie Feministen behaupten, so hätten sie sich eine solche Unterdrückung nicht über Jahrtausende hinweg in allen Kulturkreisen gefallen lassen. Da liegt der entscheidende Knackpunkt, auf den Du mit keinem Wort eingegangen bist.
Eigentlich kann man nicht von einem einheitlichen Feminismus sprechen. Du meinst GleichheitsfeministInnen. Es gibt viele Auseinandersetzungen zw. unterschiedl Feminismen. Es gibt auch FeministInnen, die die Andersheit der Frauen betonen.
Warum Frauen bisher nicht gelang, sich gegen die Unterdrückung erfolgreich durchzusetzen, ist meiner Meinung nach eine Machtfrage. Sonst müsste man annehmen, dass es auch biologische Unterschiede zw. allen die unterdrücken und jenen die unterdrückt werden, geben muss.
Wir können uns jetzt natürlich in den Details diversifizierter Feminismusfraktionen verlieren, Macht aber wenig Sinn und lenkt nur vom Thema ab. Ich akzeptiere aber gern, daß es auch Frauen gibt, die Unterschiede erkennen können.
Deine Verallgemeinerung in Bezug auf Unterdrücker und Unterdrückte kann nicht gültig sein, denn in der Regel betreffen diese Beziehungen unterschiedliche Kulturen, Entwicklungsstufen, gesellschaftliche Stellungen oder ähnliches. Frauen stehen ihren Männern jeweils auf der gleichen Ebene gegenüber. Nur die Biologie ist eine andere.
Aus aktuellem Anlaß noch ein Beispiel für Hegels Weisheit:
http://weingeist.blogger.de/stories/1064434/
@Karl: Dein Bericht über Frau Ypsilanti ist auch nur ein Beispiel, das gar nichts beweist. Bei einer Zusammenarbeit mit den Linken hätte sich wohl jede Kandidatin oder auch jeder Kandidat ähnlich in die Hose gemacht. Übrings muß man Frau Ypsilanti lediglich den Wortbruch vorwerfen, den ich übrings zumindest im Teil als Mut werte, das sie sich als erste bewegt um die starren Verhältnisse in Hessen aufzubrechen. Dein Vorwurf müsste sich eigentlich auf Dagmar Metzger beziehen – immerhin hat die hier ihre „Macht“ voll ausgespielt und Ypsilanti schon vor der Wahl „gestürzt“. Aber selbst das beweist nicht die Hegel-Theorie. Ich bleibe bei meiner Einschätzung, das man immer den Menschen individuell unabhängig vom Geschlecht beurteilen muß. Es gibt genug starke Frauen, die das durchgestanden hättten. Die Ablehnung von Frau Metzger ist nur Ausdruck ihrer politischen und moralischen Einstellung. Da sie vorher Bedenken angemeldet hat, hat sie sogar vorbildlich gehandelt!
Hallo Roman,
da hast Du wohl etwas in den falschen Hals bekommen. Ich sprach nicht von Beweis, sondern von Beispiel.
Ich werfe der Ypsilanti auch keinen Wortbruch vor, sondern schwächliches Getue. Hätte sie Mumm in den Knochen, hätte sie der CDU ihr Wortbruch-Argument in den Hals gestopft. Immerhin ist sie gegen den brutalstmöglichen Lügner angetreten.
Zu der Metzger kann ich nicht viel sagen. Da sie aber eine Frau ist, und ich Hegel mehr vertraue als den Forschern dieser ominösen Studie, steht zu vermuten, daß sie eben nach „zufälliger Neigung und Meinung“ handelt. Immerhin hat sie nicht nur die Ypsilanti im Regen stehen lassen, sondern auch ihrer Partei erheblichen Schaden zugefügt und verzichtet auf die Durchsetzung der Ziele, die durchzusetzen sie angetreten ist.
tatsache ist: Männer und Frauen passen zusammen und zwar in der Mitte…. damit das schonmal geklärt ist… und warum sollen Frauen sich nicht für Politik interessieren, klar bei mir ist es der Fall, aber es gibt genügend andere Frauen die an der „Front“ einfach nicht akzeptiert werden, obwohl sie mehr kämpfen als Männer…
ich bin der Meinung ohne Männer können wir Frauen nicht leben und andersrum genauso…
Wir ergänzen uns alle perfekt
Stimmt!
Hallo!
Ich sehe Hegels Satz von der Gefahr, die von Frauen für den Staat ausgeht, durch die feministische („Frauen-Power“-) Politik bestätigt. Die feministische Politik hat im Staat erheblichen Einfluss; sie hat durchgesetzt, dass den Frauen in ihren Beziehungen zum Manne erhebliche Rechte zugestanden worden sind. So können sie bei Scheidung Unterhaltsansprüche in stattliche Höhe geltend machen, vor allem wenn sie ein oder mehrere Kinder großziehen, unabhängig davon, ob sie für das Scheitern der Ehe verantwortlich sind. Sogar die unverheiratete Frau kann vom Liebhaber neuerdings solche Unterhaltsansprüche jahrelang geltend machen, wenn sie sich vom Geliebten trennt. Die Gefahr für die Allgemeinheit besteht darin, dass die Geburtenrate immer tiefer in den Keller rutscht; denn welcher Mann will noch – bei einer solchen individuellen Gefährdungslage (ihm droht der finanzielle Ruin) – weiter Kinder in die Welt setzen? Die Frauen freuen sich diebisch (emotional!), dass sie diese Vorteile erstritten haben; dabei ist es ihnen total gleichgültig, ob durch den Bevölkerungsschwund die Existenz des Staates auf dem Spiel steht. Hier sieht man, welche Gefahr von einflussreichen Frauen, die in der Politik rein emotional handeln, ausgeht.
Beste Grüße
Heinz-J. Schönhals
Lieber Heinz,
solange Männer so blöd sind und hinnehmen, dass ihre Ehefrau nicht arbeitet und somit die Grundlage für eine Unterhaltsklage selbst herbeiführen, kann ich nur sagen: Selber Schuld!
Außerdem: Warum sollten Männer überhaupt Kinder in die Welt setzen, wenn sie dann nicht einmal bereit sind, für das Kind auch zu sorgen? Diese „Aus den Augen, aus dem Sinn“-Mentalität irritiert mich immer wieder; nur weil man mit seinem/r eigenen Sohn/Tochter nicht mehr zusammenlebt, hat man doch immer noch die Verantwortung oder hegt gar, Gott möge es verhüten, Gefühle fürs Kind!
@heinz: Entschuligung, wenn ich das jetzt so sage – aber das klingt nicht weniger als frauenfeindlich. Ich sehe nicht ein, warum ein Mensch aufgrund seines Geschlechtes benachteiligt oder vorverurteilt werden soll! Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, das ich dafür plädiere, das man jede Person unabhängig von seinem Geschlecht und ohne Vorurteile nach der Person selbst beurteilt. Alles andere ergibt für mich keinen Sinn!
@MuGo: Im Grunde hast du recht, aber irgendjemand muß sich ja auch um das Kind kümmern!
@Roman:
Ja, und wenn man sich um ein Kind kümmern muss, kann man nicht so tolle Sachen wie Kindergärten nutzen, um wieder halbtags zu arbeiten? Und wenn Firmen vorgeschrieben würde, dass sie sich gefälligst um die Kinderbetreuung für ihre Angestellten zu kümmern haben, wäre die Sache noch einfacher. Aber nein, schön die Frauen darin bestärken, dass sie sich am Besten von Männern abhängig machen und sich voll auf die Kindererziehung konzentrieren. Kein Wunder, dass sie nach der Scheidung von Unterhaltszahlungen abhängig sind. Ich würde auch niemande einstellen, der seit zehn Jahren keinen geregelten Tagesablauf mehr hatte und für den das Kind so wichtig ist, dass es außer Frage steht, bei einem Halbtagsjob die Arzttermine in die Freizeit zu verlegen (wie es meiner Mutter mit einer angestellten gegangen ist). Aber ach, mir soll’s egal sein – wenn die Leute so glücklicher sind…
Hallo Roman, Hallo MuGo!
Natürlich klingt es auf den ersten Blick frauenfeindlich, wenn man im Sinne des hegelschen Satzes (s.o.) argumentiert. Kritisiert man aber solche Argumente grundsätzlich oder verurteilt sie gar als Sakrileg, dann hört jede vernünftige Diskussion auf. Immerhin hat sich nicht irgendwer über „die Frau in der Politik“ geäußert, sondern einer der bedeutendsten Philosophen, die je gelebt haben.
Der genannte hegelsche Satz ist ganz gewiss nicht wörtlich zu verstehen, zumal es viele Frauen an der Spitze von Staaten gegeben hat, die hervorragende Politik gemacht haben (u.a. Elisabeth I. von England). Sicher hat Hegel auch nicht Häme oder Verachtung gegenüber den Frauen im Sinne gehabt (wie z. B. Schopenhauer). Gemeint ist offenbar ein typisches Verhalten, das man stets mit dem Wesen der Frau in Verbindung gebracht hat und bringt: sie handele eher emotional, „aus dem Bauch heraus“ als rational. Gerade ein solches emotionales Verhalten ist aber in der Politik – nach Hegels Auffassung – besonders gefährlich, weil die von ihm sogenannte „Weltvernunft“ Verstöße gegen Vernunftprinzipien unnachsichtig ahndet, ja nicht nur den vernunftlosen Politiker, sondern seinen ganzen Anhang, in Kriegen sogar sein ganzes Volk ins Verderben stürzt (man denke an die total vernunftlose Politik Hitlers).
(Wer allerdings von vornherein kategorisch die Auffassung vertritt, es sei ein Vorurteil, dass Frauen mehr als Männer, emotional, „aus dem Bauch heraus“ handeln, muss in der Tat Hegels Auffassung als frauenfeindlich und gestrig abtun. Dann ist man auf der Höhe der Zeit, sprich: politisch korrekt und müsste folgerichtig Hegel als Spinner bezeichnen. Doch das kann man nicht, dazu ist Hegel zu bedeutend.)
Ich gehe also von der hergebrachten Auffassung vom Wesen der Frau aus:
In der gegenwärtigen Politik sehe ich durch den mächtigen Einfluss des Feminismus – und hier ist ja nicht zu leugnen, dass dieser Einfluss von Frauen ausgeht – Gefahren heraufziehen, die sich im Absturz der Geburtenrate äußern. In dem von mir angeführten konkreten Fall (Unterhaltsansprüche) geht es nicht darum, dass eine alleinerziehende Mutter samt Kind nicht den ihnen gebührenden Unterhalt bekommen sollen. Es geht um die Art der Regelungen, die eindeutig darauf abzielen, die Frauen, koste es, was es wolle, zu begünstigen. MuGo, du sagtest, Männer seien blöd, wenn sie es hinnehmen, dass ihre Frauen nicht arbeiten. Was aber, wenn die Frau arbeitslos wird und keinen neuen Job findet? Oder sollte man sich nur noch eine Frau „ausgucken“, die einen krisensicheren Job hat (Beamtin und so…). Geht nicht, die Liebe fällt da hin, wo sie will. Also, was wenn die Frau (und Mutter eines Kleinkindes) arbeitslos wird – und die Beziehung scheitert? Der Mann wird dann zum traurigen Zahlmeister, jahrelang, ob als Ehemann oder als Freund. Da die meisten Männer Durchschnittsverdiener bzw. Kleinverdiener sind, fangen sie an am Hungertuch zu nagen. Denn: die (alleinerziehende) Mutter hat einen Mindest-Unterhaltsbedarf von monatlich 770.- € (sog. Betreuungsunterhalt); das Kind bekommt, je nach Nettoverdienst des Zahlvaters, ca. 800.- € und mehr Kindesunterhalt (minus der Hälfte des Kindergeldes; der Selbstbehalt des Zahlvaters beträgt allerdings 1000.- €; siehe Düsseldorfer Tabelle).
Wie gesagt, es geht hier nicht darum, ob einer sich vor der Verantwortung (gegenüber dem Kind) drückt, sondern ob er, wenn er dieser Verantwortung nachkommt, zu einem armen Schlucker wird. Top-Verdiener können sich selbstverständlich eine Geliebte mit Kind leisten (man denke an Seehofer und seine Berliner Geliebte), aber Durchschnittsverdiener stürzen, falls die Beziehung scheitert, sozial ab. Wer sich eine Freundin zulegt, müsste eigentlich die negativen sozialen Folgen mitbedenken, die er unter gewissen Umständen zu erwarten hat (Geburt eines Kindes, Trennung von der Partnerin). Denn wie viele Beziehungen scheitern und wie viele Ehen! Mitbedenken heißt aber soviel wie: besser auf Teufel komm heraus verhüten, als bald zum armen Schlucker degradiert zu werden.
Wer hat dafür gesorgt, dass diese für die Geburtenrate in Deutschland nicht gerade günstige Rechtslage entstanden ist: die Vorkämpferinnen für die Rechte der Frau (Feminismus), zur Zeit vertreten durch die Ministerin Zypris. Verstärkt wird das Absacken der Geburtenrate noch durch die zugelassene Abtreibung, wobei man auch hier davon ausgehen muss, dass die feministische Bewegung erheblichen Druck auf die Politiker ausgeübt hat. Der Slogan „Mein Bauch gehört mir!“ hatte sich „festsetzt wie ein Ohrwurm, später und heute braucht man einen Slogan dieser Art nicht mehr. Denn die sublimen Botschaften, die er transportierte, sind längst Allgemeingut“ (Karin Struck).
Dass der Staat durch die permanent niedrige Geburtenrate in Deutschland in Gefahr gerät, werden vor allem die künftigen Rentner zu spüren bekommen, die Altersarmut wird zunehmen, soziale Unruhen sind zu erwarten.
Natürlich gibt es auch andere, vor allem in der veröffentlichten Meinung behandelte Ursachen für die niedrige Geburtenrate. M.E. werden da aber nur Nebenaspekte „hochgezogen“, die eigentlichen, von mir oben genannten Gründe verschweigt man lieber.
Beste Grüße
Heinz
Satire?
@Heinz:
Ich will und kann dir nicht wiedersprechen, was die Geldgeschichten angeht und auch nicht darin, dass dies auf den Feminismus zurückgeht.
Aber wiederspreche darin, dass es keine Errungenschaft darstellt. Abtreibung und das Recht auf Scheidung mögen vielleicht das eine oder andere Kind verhindern, aber wir fahren damit besser als früher, als Frauen abhängige Gebärmaschinen waren, da der Mann das sagen hatte. Punkt.
Warum ist es überhaupt schlimm, dass in Deutschland die Geburtenrate zurückgeht? Weil unser Sozialsystem auf Wachstum ausgelegt ist. Aber wer trägt Schuld daran, dass das System vor dem Kollaps steht – der Feminismus oder ein Kanzler Bismarck, der die Tatsache ignorierte, dass es seit der Reichsgründung 1870 in Deutschland nie Wachstum durch Geburtenüberschuss gegeben hat – schlicht und einfach, da man die drei, vier Arbeiter, die das Rentenalter erreichten ohne Probleme beim bestehenden Sozialgefüge durchfüttern konnte.
Und zur Altersarmut: Ja, die wird kommen – aber Schuld daran sind alleine die Ewiggestrigen, die eine vernünftige Einwanderungspolitik blockieren, da sie sich vor den Veränderungen fürchten, die dies bedeuten würde!
Und zu Hegel: Warum kann er in diesem Punkt nicht einfach Quatsch erzählt haben? Stellt das etwa sein Lebenswerk in Frage? Auch Philosophen sind nur Menschen und jeder Mensch kann irren…
@Heinz:
„Dann ist man auf der Höhe der Zeit, sprich: politisch korrekt und müsste folgerichtig Hegel als Spinner bezeichnen. Doch das kann man nicht, dazu ist Hegel zu bedeutend.“
Man muß ihn ja nicht gleich als Spinner bezeichnen – man kann auch bei einer so bedeutenden Person (die mir übrings namentlich vor dieser Diskussion noch nicht begegnet ist) auch mal sagen, das er Unrecht hat. Damit wird sein Schaffen sicher nicht infrage gestellt.
Dieses von dir beschriebene irrationale, emtionale Verhalten kann meinetwegen häufiger bei Frauen als bei Männern auftauchen – für eine Pauschalisierung reicht es mir hier aber auch nicht aus, gerade Hitler ist ein schönes Gegenbeispiel. Auch Angela Merkel ist ein schönes Beispiel, die ja nun vielleicht in einen Fällen irrational handelt – aber sicher nicht emotional oder aus der Emotion heraus. Jedenfalls bekommen wir das so nicht mit. Aber es macht auch keinen Sinn, sich hier einzelne Personen herauszuziehen – man muß, wie ich bereits mehrfach deutlich zu machen versuchte, immer den Einzelfall betrachten.
Die beschriebene Geldproblematik kann natürlich für den Mann schon manchnmal ein Problem sein, aber was hat das nun mit emotionaler Handlung von Frauen zu tun?? Wenn der Mann sich auf solch eine Beziehung einlässt, die dann scheitert, ist das sicherlich auch eine emotionale Entscheidung des Mannes gewesen!
@MuGo:
Natürlich ist es aus finanziellen und volkswirtschaftlichen Gesichtspunkten besser, wenn die Frau auch arbeitet und die Kinder in einem Kindergarten gibt. Aber ich finde sonst nichts schlechtes daran, das eine Mutter ihr Kind selbst großzieht. Es ist ja schließlich ihr Kind!
@Roman:
Es ist aber auch das Kind des Vaters. Warum bleibt der dann nicht auch bei seinem Kind? Wenn schon, denn schon – Erzeihungsurlaub für beide Elternteile. Gleichzeitig.
Es muß ja auch jemand das Einkommen nach Hause bringen, so einfach ist das ja nun auch nicht. Aber ich finde, es sollte den Eltern selber überlassen sein, wie sie das regeln. Es kann auch der Mann zu Hause bleiben und die Frau arbeitet – Hauptsache die Politik pfuscht den Menschen nicht in die Lebensplanung.
@Roman:
Das Einkommen kommt vom Arbeitgeber – hab ich doch gesagt, Elternurlaub.
Und vom Nicht-Reinpfuschen halte ich ja auch viel, aber irgendwie kommt meine Forderung nach Abschaffung des Kindergeldes schlecht an…^^