Da bin ich gestern beim Rumzappen kurz in der Sendung „Menschen bei Maischberger“ im ersten deutschen Fernsehen hängen geblieben. Das Thema war „Ufos, Engel, Außerirdische – sind wir nicht allein?“. Neben den mir bislang unbekannten Personen Sabrina Fox (Moderatorin, Autorin), Johannes von Buttlar (Autor) und Walter von Ludaco (Physiker, Psychologe) waren dort auch Nina Hagen (Sängerin, Außerirdische?) und Joachim Bublath (Moderator, Wissenschaftler, Journalist) zu Gast. Wie in jeglicher Fernsehsendung unter Beteiligung von Nina Hagen ging mir recht schnell Nina Hagen auf den Geist, da sie sich in der Öffentlichkeit offensichtlich nicht normal benehmen kann und auch nicht in der Lage ist eine sachliche Diskussion mitzugestalten. Ich dachte mir: gut, das kennt man ja – darüber muß man sich nicht aufregen. Und so zog ich es vor, eine vor ein paar Tagen auf Arte mitgeschnittene Dokumentation über Bela Lugosi zu schauen. Ein ziemlicher Fehler, wie sich heute herausstellte. Aber zum Glück gibt es ja YouTube und vor allem eine aufmerksame Blogosphäre, der so schnell nichts entgeht!
Dem Joachin Bublath (um sachliche Argumentation bemüht) ging die ganze Diskussion (vor allem Nina Hagen?) irgendwann so auf den Geist, das er sich (in meinen Augen völlig legitim) über die Diskussionskultur beschwerte:
„Mir wurde gesagt, das ist hier eine Unterhaltungssendung. Ich komme mir hier vor wie auf dem Oktoberfest. Das ist ein Kuriositätenkabinett.“
Daraufhin stand Nina Hagen auf (und ignorierte die Aufforderung von Moderatorin Sandra Maischberger sitzen zu bleiben) und setzte sich von Joachim Bublath weg:
„Nein – mir ist ganz schlecht. Ich kann neben solchen Menschen nicht sitzen, die so feindseelig sind, die immer ganz dreckig lachen und sich überhaupt nicht menschlich an unserer Diskussion beteiligen, sondern alles als lächerlich und als abstrus bezeichnen – da wehre ich mich gegen und da habe ich keinen Bock drauf.“
Das sagt ja genau die Richtige! Irgendwann nachdem Nina Hagen wiederholt unsachlich dazwischen quatschte, wurde es Joachim Bublath dann wirklich zuviel und er stand auf und verließ das Studio mit den Worten:
„Ich will nicht unhöflich sein, aber ich gehe jetzt! Es ist eher eine spezielle Therapiehandlung als irgendwo ‘ne Diskussion.“
Daraufhin rastete Nina Hagen völlig aus, fing an zu schreien, in die Hände zu klatschen und wie auf Acid rumzuzappeln und verglich Joachim Bublath mit George Bush und einem Außerirdischen:
„I Love It – und wenn die anderen Bösen, George Bush und die alle auch noch abhauen, dann hamm wir’s geschafft, Leute. Der Typ ist einfach weg.“
Auf Sandra Maischbergers korrekte Feststellung hin, das dies nicht nett war, entgegnete sie noch:
„Ich find das toll, ich find das so super. Ich freu mich. Evil Alien Going Home And I Hope That You Will Find Peace And Love. Ich hoffe du findest Liebe und Hoffnung und du wirst die Menschen aussprechen lassen und dich nicht lustig machen über meine Freunde hier!“
Traurig, traurig! David Meiländer, bei dem auch zwei Videos verlinkt sind, sagt zwar: „Auch wenn Sandra Maischberger zum Schluss vor Verzweiflung das Gesicht in ihren Händen vergräbt, sie muss sich nicht schämen. Es war eine Sternstunde des deutschen Fernsehens.“ – aber dem kann ich nicht zustimmen. Einen derartigen Vorfall in einer Talkshow kann man wohl nur als Sternstunde des deutschen Fernsehens bezeichnen, wenn man kein Interesse am diskutierten Thema hat. Das hatte Joachim Bublath allerdings und so mußte er ernüchtert feststellen, das in dieser Runde keine sachliche Diskussion machbar ist. Mehr noch: er mußte sich von Nina Hagen das auch noch vorwerfen lassen, was sie eigentlich verbockt hat. Anders als im Beispiel von Eva Herman’s Talkshow-Eklat standen hier wohl keine kapitalistischen Interessen im Vordergrund (oder hat Nina Hagen etwa ein Buch am Start?) – so muß man leider vermuten, das Nina Hagen die getätigten Aussagen absolut ernst meint. Wer so in der Öffentlichkeit auftritt, darf in keine Talkshow mehr eingeladen werden!!
Links zum Thema:
=> Ufos und Nina Hagen als Missionarin (PatJe.De)
=> Außerirdische bei Maischberger (TechnoIstGleich-Blog)
=> UfO’s bei Maischberger feat. Joachim Bublath vs. Nina Hagen (MarkusMF’s Blog)
=> Maischberger scheitert an den Geistern, die sie rief (Begrenzte Wissenschaft-Blog)
=> Wie man Kinder vom Drogenkonsum abhält (StoiBär.De)
=> Der arme Herr Bubkath (Kritisch Gedacht-Blog)
=> Bublath gegen Hagen bei Maischberger (Blog-Abfertigung)
=> Nina Hagen bei Maischberge: „Nina das war nicht nett“ (Blog von Ramon Schack)
=> Menschen bei Maischberger (Offizielle Seite)





das hätte einem nach diesem auftritt schon klar sein sollen
Aber allerspätestens!
Die Verzweiflung von Frau Maischberger ist schon verwunderlich, ihr hätte ich als angeblich immer bestens vorbereitete Journalistin klar sein müssen, was mit Nina Hagen auf sie zukommt.
Wie schon im Artikel angedeutet – mir ist nicht klar, wie man Nina Hagen überhaupt in eine seriöse Talkrunde einladen kann, wenn man eine sachliche unaufgeregte Diskussion führen will. Am Ende fällt mir nur ein rationaler Grund ein: die Quote!
Beschädigt ist danach nicht Nina Hagen (die war es auch schon vorher, was man ja wie gesagt nicht gemerkt hat in der Redaktion) – beschädigt ist die Sendung „Menschen bei Maischberger“ (wenn sie auch ein wenig populärer ist nach dieser Ausgabe), beschädigt ist auch Sandra Maischberger als souveräne Journalistin (das kann ihr nicht schmecken, da sie meinem bisherigen Eindruck zufolge Wert legte auf Qualität!) – etwas beschädigt ist auch Joachim Bublath (der souveräner gewirkt hätte, wenn er bis zum Schluß geblieben wäre – da muß ich Gegenstimmen in der Blogospäre dann doch recht geben!).
[...] Ich musste den Strasser ausschalten, das war nicht zu ertragen. Dafür ist bei mir per Feed der Beitrag von Roman Möller einschlitterte, der mir per David Mailänder endlich den Link zum Youtube Mitschnitt der [...]
Ich fand den Bublath ausnahmsweise sehr souverän. Aufzustehen und zu gehen, und das noch relativ unaufgeregt, war richtig. Es ging zu dem Zeitpunkt ja auch nicht nur um die Hagen, sondern um den zunehmend unwidersprochenden Quatsch, der von der gesamten Runde von sich gegeben wurde. Ich bin schon am Bildschirm dran verzweifelt
Na ja – das birgt aber irgendwann die Gefahr das es „salonfähig“ wird einfach zu gehen, wenn der Gegenüber eine Gegenmeinung vertritt, die einem nicht in den Kram passt!
[...] Roman und David Tags für diesen Artikel: Maischberger – [...]
Das ist aber auch eine sehr riskante Taktik. Mal abgesehen davon, dass man danach nicht mehr an der Diskussion teilnimmt, setzt man sich automatisch dem Urteil des Publikums aus, ob man überreagiert hat. Da kann man dann genau so leicht als hysterisch beurteilt werden wie hier die Hagen. Ist also eh nur was für Ausnahmen, zumal es auch nicht unbedingt eine Empfehlung für weitere TV-Einladungen ist.
Das stimmt auch wieder. Man macht sich ja dann als Talkgast ziemlich unbeliebt. Aber warscheinlich ist Nina Hagen nach der Sendung sogar noch gefragter als Bublath – es läuft dann wohl doch auf die Quote hinaus, fürchte ich.
Einen Trend zu erkennen, ist hier auch noch zu früh. Denn wer den Abgang mit dem Rausschmiß von Eva Herman vergleicht, hat auch was übersehen. Immerhin hat Kerner die Eva Herman verwiesen, wohingegen Sandra Maischberger ja an einem Bleiben von Bublath interessiert war.
Mittlerweile gehen den Redakteuren der Maischberger-Sendungen merklich die Themen aus. Seien wir ehrlich, was für eine Quote hat ein derartiges Thema zu erwarten? Wissenschaftlich fundierte Grundlagen sind dabei ohnehin ein Paradoxon, an dem auch ein Journalist gehobenen Niveaus nichts ändern kann. Daß dieses Thema alleine wenig Quote bringt, wird den Verantwortlichen bekannt gewesen sein. Nur deswegen lud man sich solche Ausnahmeerscheinungen wie Nina Hagen ein. Nicht etwa, um eine sachliche Diskussion zu führen. Das wäre Bullshit. Zumal ohnehin nur die Erkenntnis geblieben wäre, daß die Möglichkeit außerirdischen Lebens bestand hätte, derzeit aber nicht klar definierbar ist. Das wäre dann in etwa dieselbe als Erkenntnis, daß ein Bademeister zwangsläufig viel mit Wasser zu tun hat.
[...] Hier wird es dem Diplom-Chemiker Bublath endgültig zu bunt, er verlässt die Sendung unter höhnischem Gekreische der Hagen: “Love It – und wenn die anderen Bösen, George Bush und die alle auch noch abhauen, dann hamm wir…“! [...]
Für mich war die Sendung eine Sternstunde, weil sie lebendig war. In Zeiten, in denen gerade Talkshows oft viel zu steril und unpersönlich wirken, gibt es das viel zu selten. Das Thema ist da natürlich untergegangen, aber da halte ich es mit Herrn Bublath: Viel zu diskutieren ist da ja auch nicht.
– VIele Grüße, David.
@alle
Hat jeder genau hingehört, was Nina Hagen gestern noch gesagt hat?
Sie sprach von einem sogenannten „Disclosure Project“.
Auch wenn viele so was erst gar nicht googlen würden, weil es ja Nina Hagen gesagt hat, bin ich trotzdem auf die Suche gegangen.
Folgende Seite ist dabei rausgekommen:
http://disclosureproject.blog.de
Hätte mich interessiert, was Bublath dazu zu sagen gehabt hätte…
Ich muss kurz sagen, dass ich Nina Hagen mag. Trotz allem. Aber das hat eher mit ihrer Musik zu tun und damit, dass sie mir ihrer Nina Hagen Show in Berlin wirklich tolle Bühnenabende gegeben hat. Als die Jazz-Alben — die ja wirklich böse Veralberungen dieser von mir heiss geliebten Musik waren — kamen und die lautstarken Keifausbrüche nach dem Ehe-Aus von ihrem dänischen Sänger-Deppen, litt mein Nina-Bild etwas. Das, was ich über die Talk-Show zu lesen kriege, lässt es weiter abbröckeln, so dass sie bald vermutlich nur noch den Nostalgie-Bonus hat. Schade eigentlich.
Da kann ich mich nur anschließen mit dem Kommentar:
Wie schlecht muss Frau Maischberger als Journalistin sein, wenn sie Nina Hagen zu ihrem speziellen Thema „Ausserirdische“ einlädt und eine sachliche Diskussion erwartet. Nina Hagen hat sich vor langer Zeit auf eine andere physische Ebene begeben und es gefällt ihr dort ungemein. Sie hat ein Weg gefunden, ihr Leben nach ihrem Wunsch zu gestalten. Geistig frei zu sein, egal was andere über sie denken. Sie lebt ihr Gefühl und tut mit ihrer Art niemandem weh.
Nina Hagen ist in eine Welt ausgestiegen, in der sie glücklich ist und wir ihr nicht folgen. ;o)
Ich finde Nina Hagen sehr angenehm,ihre Art und ihre Ausstrahlung.
@Steven: Genau richtig!
@AndreSchneider: Kann ich dir nicht zustimmen – aber ihre Musik ist vermutlich reine Geschmackssache. Den Geschmack teile ich also nicht – ist aber auch nicht schlimm. Im Gegensatz zu ihr aktzeptiere ich nämlich Gegenmeinungen!
@Mr. Evil: Ich halte Nina Hagen für äußerst unsympathisch. Ich finde jeden Menschen unsympatisch, der eine Meinung vertritt und Menschen mit Gegenmeinungen nicht aktzeptiert und ihnen dann auch noch vorwirft, das sie ihre Meinung nicht aktzeptieren. Ich hoffe, du meinst psychische Ebene und nicht physische!
Ich korrigiere mich: Ihre Musik ist bzw. war wohldosiert sehr gut.
Die indischen CDs waren klasse, und auch das „Ave Maria“ hat sie fein gesungen. Dann waren da noch die „7 Todsünden“ von Brecht und Weill (im Duett mit Meret Becker) — phantastisch. Allerdings war das 1996, schon ein bisschen her. „The Return of the Mother“ war auch ein gutes Album. Allerdings war’s auch das letzte gute bis heute.
Video: Joachim Bublath verlässt Sandra Maischberger wegen Nina Hagen Ausraster
Schaut euch hier auf Meckerziege das Video von Sandra Maischberger mit dem Ausraster von Nina Hagen samt Abgang von Joachim Bublath an. Thema ist übrigens „Übernatürliches“.
mein gott wie spießig die deutsche talk-show-landschaft ist. gehts mal nicht weichgespült zur sache findens alle gleich furchtbar peinlich. hauptsache man muss nicht wirklich über andere standpunkte nachdenken und seien sie noch so skuril präsentiert. herr bublath hat sich meiner meinung nach als überhebliches wissenschafts-brett geoutet.
[...] Roman Möller bedauert die Unsachlichkeit [...]
lieber roman,
ich kann dir leider nicht zustimmen!
Wer bestimmt eigentlich, wer bekloppt ist und wer reden darf und wer nicht.
Mir reicht das alles wieder nach Aussortierung, nach Einheitsmenschen.
Dürfen nur noch mehrheitsfähige Menschen ins Fernsehen.
Man muss doch nicht an das Glauben, woran andere glauben, aber respektieren schon.
Der Bublath hat sich angewidert und besserwisserisch benommen und geht einfach, weil er nicht im Mittelpunkt steht!
Eine gute Lehrstunde für Toleranz und Respekt ist übrigens eine Talksendung mit geistig Behinderten auf SWR3 mit Guildo Horn.
Nach deiner Auffassung ist das aber unzumutbar, oder?
nicht reicht, sondern riecht! siehe oben mein beitrag.
[...] einer Demokratie nicht ganz (fehl)folgenlos bleibt. Linksammlung: Web-TV-68 für KurzentschlosseneUnterste Schublade: Nina Hagen ekelt Joachin Bublath aus Talkshow!Der arme Herr BublathHeute zu Gast: Joachim Bublath und Nina HagenDer wahre Talkshow-EklatUfos und [...]
@shaveskin: Nana, dass Du Roman aufgrund seines Artikels unterstellst, er wolle keine Behinderten im Fernsehen sehen, geht mir zu weit. Den Eindruck hatte ich nicht.
Ich finde Vielfalt im Fernsehen auch wichtig, nicht jedoch kreischende Intoleranz im Stile einer Nina Hagen. Ihr kindisches Gekasper sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie einige ziemlich derbe Sachen von sich gegeben hat. Joachim Bublath als böse im Stile eines George W. Bush jr., der tausende Menschen in den Tod geschickt hat, zu bezeichnen. Zum Beispiel.
Ist das wirklich das, was Du unter Vielfalt verstehst? Dann aber Gute Nacht.
@Michael:
oh jetzt kommt wieder die beliebte Methode, eine Frage zu einer Unterstellung zu machen oder einzelne Wortfetzen zu „analysieren“.
Aber noch eine Frage, warum schaltest du nicht ab oder um, wenn dir das Thema und teilnehmenden Personen zu verkaspert sind?
Natürlich finde ich Vielfalt in einer Talksendung und im Fernsehen auch wichtig. Jeden kann man es ohnehin nicht recht machen. Ohne Meinungsvielfalt käme auch keine Diskussion zustande.
Was ich Nina Hagen hier vorwerfe ist nicht ihre Meinung – die soll sie gerne auch weiterhin vertreten! Aber doch nicht so. Ständig fällt sie jedem ins Wort, der auch nur ansatzweise eine Gegenmeinung vertritt. Als Bublath sich dies (aus meiner Sicht zu recht) nicht mehr bieten liess und ging, war es Frau Hagen die beleidigend und ausfallend wurde: „Ich find das toll, ich find das so super. Ich freu mich. Evil Alien Going Home And I Hope That You Will Find Peace And Love. Ich hoffe du findest Liebe und Hoffnung und du wirst die Menschen aussprechen lassen und dich nicht lustig machen über meine Freunde hier!”
Also nochmal: ich kritisiere nicht ihre Meinung, sondern die Art mit der sie ihre Meinung vertritt. Die Talkshow mit geistig behinderten Menschen halte ich natürlich für vorbildlich. Den Vorwurf das ich diese Talkshow ablehne finde ich ziemlich ungeheuerlich, weil er jeder Grundlage entbehrt.
Im Übrigen habe ich nach wenigen Minuten weitergschaltet, als es mir zu albern wurde. Das Bublath gegangen ist und Hagen noch weiter ging, habe ich erst am nächsten Tag im Internet mitbekommen!
@shave: Deine sogenannte Frage war doch wohl eher rhetorischer Art. Dieses angehängte „oder?“ willst Du nicht wirklich zum Kern Deiner Frage machen…hm, ODER?
Nee, aber im Ernst, lies meinen Kommentar noch ein paar mal, dann wirst Du feststellen, dass ich nicht gesagt habe die Personen waren „zu verkaspert“.
Und nun entspann Dich um Himmels Willen.
bier!
peace!
Harmony!
punk lebt noch!!!!!
In Person von Nina Hagen?
[...] Nina Hagen vs. Joachim Bublath Hagen & Bublath bei “Menschen bei Maischberger” [...]
Ich kann die ganze Aufregung nicht verstehen. Nina Hagen ist in Deutschland nestimmt bekannter als Herr Bublath, Frau Merkel und Her Köhler zusammen.
Wie sie tickt weiss auch keiner. Aber man sollte sich den Zahn ziehen lassen, dass sie berechenbar ist.
Sie ist einfach nur trotzig geworden wie ein Kind. Und wenn dem zwei angeblich seriöse Erwachsene (Bublath und Maischberger) damit nicht klarkommen, dann waren diese zwei in der falschen Talkshow.
Egal wie sinnhaltig man Ninas Kommentare empfindet, wenn man so gern den Überlegenen, besser Informierten, den unfehlbaren Wissenschaftler repräsentieren möchte, dann ist es einfach peinlich und beleidigend, wenn man so demonstrativ eine Sendung verlässt.
Herr Bublath hätte sicher besser zu JB Kerner mit Frau Schreinemaker, Frau Berger und Frau.. ähm Herrn Barth gepasst.
Ganz Unrecht hast du damit natürlich auch nicht, das will ich gar nicht behaupten! Aber wenn es denn nur ihre dämlichen Sprüche gewesen wären! Sie hat ihn doch ständig provoziert, ja sogar beleidigt. Das rechtfertigt meiner Ansicht absolut, das Studio zu verlassen.
nina hagen ist sehr berechenbar und zwar in dem punkt, dass sie austickt
auch wenn bublath sich nicht falsch verhalten hat und sich gegen eine armada an spinnern in diesem studio verteidigen musste, muss ihm doch vorher klar gewesen sein mit wem er sich in eine gesprächsrunde setzt
der mann macht das doch nich aus spass an der freude, sondern weil er damit geld verdient
und wenn man sich mit einer gestörten in den selben raum setzt die sich einer vernünftigen einsicht verschließt sollte man sich nicht wundern
diese ganzen eklats in den talkshows halte ich für instrumentiert
zwar nicht schlecht aber alle instrumentiert
Stimmt, das von Herrn Bublath war unterste Schublade… die Ignoranz und Überheblichkeit des Herren war ekelerregend. Genau diese faschistoide Geisteshaltung ist das Problem, die sich immer noch in den Köpfen einiger Menschen befindet. Man kann so was gutheissen, muss man aber nicht. Nach dem allerdings diese patriarchale Grundhaltung einer toleranten, offenen wirklich wissenschaftlichen Gesellschaft entgegensteht, frage ich mich gerade: Maischberger, wie fair bist du? Oder sind die Kerners, Beckmanns und Maischbergers eben ein Zeitphänomen… des der vorgefertigten Meinungen und der fremdbestimmten Verantwortungslosigkeit? Mann, mann, mann, wieviel Nazi ist der Deutsche noch im Jahr 2007?
[...] Möller: Unterste Schublade: Nina Hagen ekelt Joachin Bublath aus Talkshow! David Meiländer: Heute zu Gast: Joachim Bublath und Nina Hagen PatJe: Ufos und Nina Hagen als [...]
@derdurchdieturgeher: Instumentalisiert ist das Ganze auf jeden Fall. Man hätte mindestens ahnen müssen, worauf man sich einlässt. Es ging nur um Aufmerksamkeit – und nicht um eine sachliche Diskussion. Das sehe ich absolut genauso.
@Zoomi: Das geht jetzt aber zu weit, den von dir genannten Personen faschistoide Züge zu unterstellen. Bublath hat es doch lange genug versucht – er wollte doch einen Eklat vermeiden, hat sich zuerst noch von Maischberger beruhigen lassen. Aber er muß sich doch nicht beleidigen lassen. Was Frau Maischberger betrifft: sie hat dann einfach die Kontrolle verloren …
jemanden faschist zu nennen ist so leicht und dabei einer zu sein ebenso^^
Hallo Roman,
zuerst einmal mein Kompliment. Deinen Beitrag fand ich als Spitzenreiter im Blogspion von Bloggerei.de .
Ich sah die Talksshow leider nicht. Doch das Internet stellte schon die wichtigsten Szene aus der Talkshow bereit. Nur über diese Szenen verschaffte ich mir einen Überblick.
Das Auftreten von Nina Hagen war schon in der Vergangenheit unberechenbar. Ihren Ausführungen zu folgen war schon seit ewigen Zeiten auch für mich ein Problem. Für viele ist sie einfach nur anstrengend. Doch sie steckt noch voller Leidenschaft und Temperament.
Die Eskalation in der Talkshow kam nach meiner Ansicht dadurch, weil es Bublath nicht gelang Nina Hagen in den Griff zu bekommen. Wenn das überhaupt jemand gelingt, denn ihre kindlich überdrehten Auftritte lassen darauf schließen, dass sie bisher keinen Partner fand, der sie in den Griff bekommen hat.
Ich kenne Joachim Bublath aus alten Zeiten und er folgte in seinen Beiträgen meiner Meinung nach stets den wissenschaftlich gesicherten Gedanken. Es ist schade, dass Joachim Bublath in der Talkshow die Nerven verlor und sein (beleidigstes) Ego im kritischen Moment die Szene verlies. Vielleicht hätte ich mich an Stelle von Bublath auch hinreißen lassen. Denn sich von Nina Hagen nicht provozieren zu lassen, dazu gehört schon eine sehr große Portion Souveränität.
Gruß Nordstrahl
Danke für das Kompliment! Das ich im Blog-Spion auf Platz 1 war ehrt mich sehr – ich habe es nicht gewusst. Wenn man in der Google-Suche „Hagen Bublath“ (oder umgekehrt) eingibt, bin ich ziemlich weit oben dabei. Das hab ich mal ausprobiert.
Was deine Meinung zum Thema angeht, so sprichst du einen Punkt an, der bisher noch gar nicht thematisiert wurde:
„Die Eskalation in der Talkshow kam nach meiner Ansicht dadurch, weil es Bublath nicht gelang Nina Hagen in den Griff zu bekommen. Wenn das überhaupt jemand gelingt, denn ihre kindlich überdrehten Auftritte lassen darauf schließen, dass sie bisher keinen Partner fand, der sie in den Griff bekommen hat.“
Da kann ich allerdings leider nicht zustimmen. Das könnte sicherlich für ihr Privatleben zutreffen. Allerdings bin ich dagegen, dies auch auf ihr Auftreten in der Öffentlichkeit zu beziehen. Selbst wenn ein erwachsener Mensch privat solche „Probleme“ hat, muß er doch ein gewisses Maß an Anstand an den Tag legen, wenn er in der Öffentlichkeit auftritt. Das kann und darf nichts mit privaten Problemen zu tun haben. Wenn ich merke, das mich private Probleme zu sehr ablenken, sollte ich lieber nicht in der Öffentlichkeit auftreten.
frau hagen hat ihre karriere darauf aufgebaut sich punkig rebellisch in der öffentlichkeit zu geben…
jetzt eine änderung zu verlangen scheint mir wiedersinnig.
in einer talkshow hat sie sicher nichts zu suchen aber ansonsten kann ihr nonsens durchaus unterhaltsam sein
Hallo Roman,
Insofern profitiert sogar der von ihr, der nagatives über sie schreibt.
) )
die vielen Einträge zur Nina Hagens Auftreten in der Talkshow zeigt, dass die auch für den, der über sie schreibt, viel öffentliches Interesse beschert.
(Sorry – du stachelst gern und so halte ich mich in meinem Nachtrag auch nicht zurück
Ich erinnerte mich heut an einen filmischen Beitrag von Joachim Bublath. Er berichtete darin für mich plausibel über die Chaostheorie. Ich bewunderte ihn damals für seinen genialen Überblick. Er schloß mit seinen Beitrag mit den Worten „Am Ende reicht ein Flügelschlag eines Schmetterlings in China um in Deutschland einen Sturm auszulösen“
Diesem, seinem Abschlußsatz in seinem wissenschaftlichen Beitrag folgte er in der Talkshow fast wortwörtlich. Seine Reaktion entsprach seiner Theorie seines Beitrages über die Chaostheorie. Es reichte ein Flügelschlag……um einen Strum in ihm auszulösen, der zeitgleich ihn selbst aus der Talkshow beförderte.
Gruß Nordstrahl
Um auf deine Frage zu antworten: Ja, Frau Hagen ist mit „kapitalistischen Interessen im Vordergrund“ in der Sendung. Und hat es klar und deutlich gemacht dass sie Ihre Aussagen ernst meint.
Persönlich finde ich die jeweiligen Interessen und Glaubensvorstellungen der einzelnen Teilnehmer der Gesprächsrunde eher irrelevant. Viel wichtiger finde ich die Art in der diese vermittelt werden. Ich will bei Entertainment-Profis nicht hören „Mir fehlen die Worte“.
Der einzig unvernünftige Mensch in dieser Gesprächsrunde dem ich einen Vorwurf mache ist Frau Maischberger. Die bereits hier erwähnte Wahl der Gäste lasse durchgehen. Explizit hat sich Frau Hagen durch Ihre „ausführlichen“ den Platz theoretisch verdient. Dass diese Frau sich schlichtweg nicht ausdrücken kann, kann niemand ahnen.
Doch die Führungskompetenz der Moderatorin war in diesem Fall peinlich. Mit unvernünftigen und lächerlichen Gästen muss man in jeder Sendung rechnen. Es jedoch in so ein Chaos ausufern zu lassen, erlebt man nicht einmal in Nachmittags-Talkshows.
@derdurchdietuergeher: Das ist eine sehr realistische Einschätzung – zu dieser war aber Frau Maischberger (oder ihre Redaktion) offensichtlich nicht in der Lage.
@nordstrahl: Ich stachele gerne! Ja, manchmal schon. Der Vergleich mit der Chaos-Theorie ist interessant, trifft aber auf Bublath’s Verhalten nicht zu. Er hat doch bereits vorher abhauen wollen, da konnte Maischberger ihn zunächst noch umstimmen. Er hat doch die ganze Zeit da gesessen und überlegt, ob er geht und sich das zuerst wohl noch überlegt … achte mal drauf.
@Green3: Was für kapitalistische Interessen hat Nina Hagen denn da verfolgt? Was dein Vergleich mit den Nachmittagsfernsehen angeht, gebe ich dir recht. Den Fall müsste man konsequenterweise bei Salesch verhandeln. Frau Hagen auf der Anklagebank wegen Ruhestörung und Erregung öffentlichen Ärgernisses…
)
moeller hat sich gemeldet. in meiner schulzeit habe ich mich – jedenfalls im deutschunterricht – mit dem titel „der ewige spiesser“ des schriftstellers ödön von horvath beschäftigt. willst du mit deiner verteidigung des herrn bublath wirklich die reinkarnation dieses protagonisten sein? (ich meine die antwort zu kennen.)
ja, das ist polemisch. kann einem etwas anderes dazu einfallen?
Bin ich ein Spießer, nur weil ich es nicht tolerieren möchte, das sich der Bublath die ganze Sendung von Frau Hagen provozieren und beleidigen lässt?
Über die Meinungen der beiden Personen habe ich doch gar nichts geschrieben. Ich vermute aber das du mich als Spießer empfindest, da ich die Seite der trockenen, an wissenschaftlichen Erkenntnissen orientierte Meinung von Joachim Bublath vertrete. Das tue ich zwar im Großen und Ganzen tatsächlich, aber das war gar nicht die Intention meines Eintrages! Natürlich dürfen beide Gesprächsparteien (und auch alle anderen) ihre eigene Meinung vertreten. Nur wenn es möglich ist gerne etwas kultivierter, als Frau Hagen es getan hat!!
HI NINA