Stehen die Sender n-tv (RTL-Gruppe) und N24 (Pro7Sat1-Gruppe) wirklich zur Diskussion. Die Vorstandschefs der jeweiligen Sendergruppen haben jedenfalls Briefe an mehrere Ministerpräsidenten geschrieben, damit diese die Pläne bezüglich des Ausbau der digitalen Spartenkanäle von ARD und ZDF noch einmal überdenken. Grund: die Sender EinsExtra und ZDF Infokanal sollen zu Nachrichtenkanälen ausgebaut werden.
Vorsichtig ausgedrückt: ich halte das für eine Frechheit. Aus kapitalistischen Beweggründen versuchen die Privaten öffentlich-rechtliche Konkurrenz im Keim zu ersticken, inden die Polittik mit den Arbeitsplätzen erpresst wird, die angeblich auf dem Spiel stehen. Das ist sehr arm – und eine Geschmacklosigkeit gegenüber den Mitarbeitern!
Als überzeugter Gebührenzahler bestehe ich auf den Umbau der Sender zu Nachrichtenkanälen, denn:
1.) Die Nachrichtenqualität ist bei ARD und ZDF ohnehin am höchsten.
2.) Die GEZ-Finanzierten haben einen Informations- und Bildungsauftrag. Da gehört ein Nachrichtensender schon fast zum Pflichtprogramm.
3.) Der Umbau von einem Wiederholungs- zum Nachrichtensender schafft Arbeitsplätze.
Links zum Thema:
=> Existenzfrage für n-tv und N24 (Wunschliste.De)
=> Müssen n-tv und N24 schließen? (Stern.De)
=> Raff: Weiterentwicklung von EinsExtra rechtmäßig (Intern.Ard.De)
=> Klappern, bis der Arzt kommt (Unwort-Blog)



Ich denke, die beiden privaten Sendergruppen haben eher viel mehr Angst, mehr Geld ausgeben zu müssen, um im Konkurrenzkampf mit den ÖR-Sendern zu bestehen.
Es ist doch offensichtlich, dass sowohl ProSiebenSat1 als auch RTL ihre Nachrichtensender auf Sparflamme fahren. Ständig wiederholte Reportagen wechseln sich mit billigen Einspieler-Nachrichten ab.
Wenn ARD/ZDF die Sache richtig angehen, können hier endlich richtige Nachrichtensender entstehen, die diesen Namen auch verdienen. Das muss übrigens nicht auf Kosten von n-tv und N24 gehen, bloß muss dort die Qualität dringend erhöht werden!
Gibt es mit Phönix nicht schon einen öffentlich-rechtlichen Nachrichtenkanal.
Ich bin in dieser Frage etwas gespalten. Richtig ist, dass die öffentlich-rechtlichen eine Grundversorgung sicher stellen sollen, und dass mit Gebühren finanziert. Den Privaten Konkurrenz machen sollen sie aber nicht (die Gefahr sehe ich allerdings bei Nachrichten auch nicht wirklich). wenn jetzt aber die ÖR Gebührenfinanziert in Märkte vorstoßen, wo die Privaten schon sind, bekomme ich Bauchschmerzen. Andererseits: Wenn die privaten sich (verständlicherweise) dann aus diesem Markt zurückziehen, wird im Ergebnis zwar weniger Vielfalt aber kaum weniger Qualität da sein.
Ich bin da unsicher. Aber ich schau auch kaum Fernsehen, und wenn, dann keine Nachrichtenkanäle.
Was Phoenix betrifft, so nennt dieser sich ja offiziell “Ereignis- und Dokumentationskanal”. Das trifft es auch auf den Punkt! Denn Phoenix nimmt sich die Zeit von Veranstaltungen, Pressekonferenzen usw. (Bundestag etc.) ausführlich zu berichten. Außerdem haben Dokumentation dort einen festen Sendeplatz – ein Umstand, den die ÖR zu recht bei n-tv und N24 (sowie M@x es schreibt) kritisieren.
Ein hochwertiger Nachrichtenkanal sollte rund um die Uhr hochwertige Nachrichten zeigen. Das sehe ich weder bei Phoenix (kein Nachrichtenkanal), noch bei n-tv und N24 (teilweise nicht hochwertig, durch Dokus in Endlosschleife verwässert). Ich freue mich schon auf EinsExtra (den man noch umbennen könnte) und den ZDF Infokanal …
Siehste, ich sag ja, ich hab da keine Ahnung von…
Alles Säbelgerassel… ^^
[...] 28 08 2007 Vor fünf Tagen hatte ich hier über die Expansionspläne von ARD und ZDF berichtet. Beide wollten jeweils einen Kanal ihres digitalen Bouquets zu Nachrichtenkanälen umbauen, was ich [...]