Für diese Idee muß FDP-Generalsekretär Dirk Niebel Mohn Hohn und Spott über sich ergehen lassen: er möchte die afghanischen Bauern ermuntern, mehr Mohn anzubauen. Damit die armen Bauern aus der Illegalität rauskommen und nicht gleich der ganze Wirtschaftszweig im Eimer ist, sollen westliche Staaten (so auch Deutschland) die Mohnernte aufkaufen.
FDP-Generalsekretär Dirk Niebel hat sich für einen Ankauf der Mohnernte in Afghanistan durch staatliche Stellen ausgesprochen, um den Bauern in dem Land eine Perspektive außerhalb des Rauschgifthandels zu geben.
Anschließend sollten die Pflanzen vernichtet oder aber für medizinische Zwecke nutzbar gemacht werden, sagte Niebel der „Süddeutschen Zeitung“.
Jetzt kann ich ja gar nicht nachvollziehen, warum auf Niebel so rumgehackt wird. Der Mann ist ein Genie – schließlich schlägt er gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe:
1.) Er wirbt in der “breiten” Mitte für seine Partei. Als Demoskop vor dem Herren weiß Niebel sehr wohl, das die Mehrheit der Einwohner unseres Landes nicht selten auch mal was rauchen. Bei dieser Mehrheit der Bevölkerung hätte er dann schon mal ein Stein im Brett. Einige davon wählen vielleicht sogar die FDP.
2.) Er macht sich auch bei den Grünen & Grünenwählern viele Freunde. Entweder laufen die Grünen-Wähler in Scharen zur FDP über und drücken die Grünen unter 5%. Sollten sich die Wähler nicht beeindrucken lassen, so ist die Partei doch zumindest angetan und wird größere Schnittmengen mit den Liberalen sehen. Falls der FDP also das Theater mit Schäuble zu bunt wird, hat man noch eine Alternative zu Schwarz-Gelb in der Hinterhand! So wird die Ampel nur noch zur Formsache.
3.) Die Versorgung auf FDP-Parteitagen ist auf längere Zeit sichergestellt.
Habt ihr das schonmal so betrachtet? Der ist gar nicht so dumm, der Dirk Niebel! Achso: zuerst gelesen habe ich diese Nachricht auf dem Blog von Nosferatu.
Links zum Thema:
=> Niebel möchte afghanische Mohnernte aufkaufen (Welt.De)
=> Berauscht … oder kauft Drogen (NosferatusWelt)
=> Mohn am Boden des Sommerlochs (Blog von David Harnasch)
=> Blöde FDP (Duckhome-Blog)



Ich mag Mohnkuchen.
Ich mag zumindest Mohnbrötchen … aber wieviel willst du da essen, um die ganze afghanische Ernte zu “konsumieren” ???
Jawoll, esst mehr Mohnbrötchen! Wo man sich demnächst ja keine Milchbrötchen mehr leisten kann. Ist doch ‘ne tolle Idee und echte Alternative bei den angekündigten Preisentwicklungen für Grundnahrungsmittel.
Herr Nebel? Nomen est
OpiumOmen, kann man da nur sagen.Ups, das “i” hab ich da grad wegsubventionioniert.
Nee, lass gut sein! Herr Nebel ist auch schön ….
Mir fällt gerade auf, dass es eigentlich doch gar keine so schlechte Sache ist, wenn ein Politiker mal versucht, quer zu denken!
Irgendwie ist das Aufkaufen von Mohn, um ihn dann zu vernichten, doch auch keine absurdere Idee, als die milliardenschweren EU-Subventionen für Lebensmittel, die dann vernichtet werden…
Wirklich interessant ist doch hier die Frage der Umsetzbarkeit, und ob Herr Niebel sich mit ihr beschäftigt hat. Ich weiß nämlich nicht so Recht, ob die Drogenbarone das einfach so zulassen würden, dass die in ihrem Auftrag angebauten Pflanzen von fremder Seite aufgekauft und vernichtet werden. Und ich frage mich, ob diese “Vernichtung” genau so zuverlässig durchgeführt würde, wie zum Beispiel die Mülltrennung (in anderen Worten, ob das Zeug nicht trotzdem wieder auf der Straße auftauchen würde).
Wenn diese Idee FUNKTIONIEREN könnte, wäre sie eigentlich ziemlich gut! Nur, ob sich da wirklich jemand intensiv Gedanken gemacht oder nur in Gegenwart eines Diktiergerätes laut geträumt hat, das macht eben den Unterschied zwischen einem unorthodoxen neuen Denkansatz und billigem Sommertheater aus.
Eigentlich bin ich ja gegen Globalisierung, allerdings finde ich auch das Herr Niebel bei dieser Aussage sehr scharfsinnig an die Deutsche Wirtschaft gedacht hat.
Der kleine Unkostenbeitrag für ein paar Säcke Mohn, egal ,die wird man schon los. Allerdings kann der wohlhabende Afganische Bauern dann auch in hochwertigere Rüstung investieren, so gehts Ruhr-Stahl und anderen deutschen Rüstungsbetrieben gleichwohl besser, und auch der eine oder andere Arbeitsplatz wird garantiert damit in Deutschland neu entstehen.Und wer halt keinen Arbeitsplatz abkriegt, der bekommt halt den Mohn damits nicht so langweilig ist den ganzen Tag.
Klasse Sache
Mal ehrlich: wir kaufen also den afghanischen Bauern ihr Mohn auf, damit die weiterleben können (finanziell). Das kann ja nur für einen Übergangszeitraum eine Lösung sein. Ich frage mich daher:
1.) Wie lange soll das so gehen?
2.) Wie wird das Ende der “Subventionierung” vonstatten gehen?
3.) Was passiert, wenn wir die Ernte nicht mehr aufkaufen?
Wenn man diese drei Fragen mal seriös durchdenkt, kommt man meiner Ansicht nach automatisch zu der Erkenntnis das die Idee nicht umsetzbar ist – auch wenn es zunächst vielleicht gar nicht so sinnlos klingt (gemäß Andi’s Ausführungen) …
Wirklich eine super Idee und wir hätten auch keine Probleme mehr mit den Drogenjunkies, die würden alle bei der FDP Schlange stehen
Bei Mohnbrötchen weiß ich nicht, wie lange wir uns die überhaupt noch leisten können?
Und ich dachte immer, Religion sei Opium fürs Volk.
Andererseits ist Opium wohl auch Opium fürs Volk, wenn es denn als fair trade von der FDP aus Afghanistan eingeführt wird.
Ich weiß allerdings nicht, ob die Mitgliederzahl dieser Partei ausreicht, um ein Verteiler(Verkäufer) – Netzwerk aufzubauen. Eine Koalition mit der Mafia wäre also anzuraten…aber dies sollte einer FDP ja nicht schwer fallen…
Wichtig noch: Projekt 18%! Also der Reinheitsgrad des Opium…
Und damit der Anbau richtig flott von der Hand geht, empfehle ich Musik im Hintergrund. Spontaner Vorschlag:
“Gebt das Hanf frei” von Raab wird umgedichtet.
[...] Zuletzt ist Niebel mir exakt am ersten August des letzten Jahre aufgefallen. Bereits da erntete er Hohn und Spott. Jetzt der nächste Ausreißer nach unten. In einem Interview mit dem Tagesspiegel verglich er die [...]
[...] D Jahr für Jahr am Genuss von Zigaretten sterben, fallen ja nicht von einem auf den nächsten Tag tot um, und gut ist. Wäre es so, fein! Aber nein, sie ziehen ja im Allgemeinen eine jahrelange, [...]
[...] gehandelt” wird, ist kein Geheimnis – dieses aber zur Wirtschaft dazu zu zählen, wie z.B. Dirk Niebel ist in jedem Fall Augenwischerei und stellt die Wirtschaft besser dar, als sie [...]