Bereits am letzten Mittwoch war es soweit! Der Nubi feierte seinen runden Geburtstag und ich war eingeladen. Neben diversen anderen illustren Gästen waren auch die hier allseits bekannten Forumgäste Chatterer und der Saletti-Mann anwesend, der sich aus Gründen der Einfachheit ja in “The Artist Formely Known As Saletti-Mann” umbenannt hatte! Doch zurück zum Thema:
Kopfschmerzen hatte ich schon vor der Party! Was schenkt man? Ich hatte mir zunächst gedacht, intellektuelle Lektüre an den Mann zu bringen, doch das scheiterte an der mageren Auswahl, die sich dem Saletti-Mann und mir im Buchladen unseres Mißtrauens bot. Wir hatten uns für ein gemeinsames Geschenk entschieden – unsere Wahl fiel auf ein Modell eines Schiffes, welches von einer Flasche Störtebecker “veredelt” wurde. Dieses Geschenk stellte sich als passend heraus, nachdem der Saletti-Mann betonte, das Nubi “maritim angehaucht” wäre. Alles klar. Die Geburtstagskarte war auch ein Kinderspiel und so war dieses Problem dann auch gelöst.
Nun bahnten wir uns also mit dem Present den Weg zu dem Nubi seiner Wohnung, wo sich nach Eintreffen dann alsband eine muntere Runde entwickelte, was sicherlich auch durch das scheinbar unbegrenzte Vorhandensein diverser alkoholischer Flüssigkeiten und leckeren Knabberein begünstigt wurde. Zum Thema Knabbereien: nachdem ich mehrere Speckkräcker verzehrt hatte, nahm meine rechte Hand einen ganz ähnlichen Geruch an. Dies rief Nubis Hund Tommy auf den Plan, den ich sogleich ins Herz schloß. Er schloß auch mich ins Herz – oder meine rechte Hand? Tommy schaute im Verlauf des Abends und des nächsten Vormittages immer mal wieder vorbei, um sich Streicheleinheiten abzuholen. Sollte ich seinem Wunsch einmal nicht entsprechen, so hatte er darüberhinaus seine Mittel um seinen Willen durchzusetzen.
Im späteren Verlauf des Abends nahm der Alkoholkonsum merklich zu. Ich verzichtete unter dem zunehmenden Einfluß des Bieres der Marke Wernesgrüner (die ich unter dem Gefühle der nazionalsozialistischen Abneigung etwas platt in Wernesbrauner umbenannte) nahezu vollständig auf Vokabularien der deutschen Sprache und beschloß nur noch englisch zu sprechen. Ein deutsches Wort hörte man dann nur noch, wenn mir nach längerem Nachdenken kein englisches einfiel. Die englische Phase des Abends – und das sein kurz angemerkt – schlägt sich daher auch im Namen dieses Berichtes nieder. Ich kann mich noch recht nebulös daran erinnern, wie ich abwechselnd im Wohnzimmer und auf dem Balkon sinnfreie aber offensichtlich recht amüsante Abhandlungen in englischer Sprache zum besten gegeben habe. Später dann habe ich noch mit dem Chatterer über den Film “Fahrstuhl zum Schafott” diskutiert – der Chatterer kannte den Film nicht und war doch zu einer philosophischen Betrachtung bereit, nachdem ich die Handlung im Rahmen der mir zum fortgeschrittenen Zeitpunkt noch möglichen Vortragsqualität kurz umriß – das rechne ich dem Chatterer hoch an! Außerdem merkte ich mehrmals (?) an, das der Chatterer sich als Freund der elektronische Musik noch den Song “I Robot” vom “Alan Parsons Project” anhören müsse. Ich erwähnte, das ich jedesmal beim Hören mich frage, ob der Chatterer dieser Song ge- oder mißfällt. Das müssen wir unbedingt noch klären.
Am nächsten Morgen – das gebe ich freimütig zu – hatte ich leichte Probleme, wieder in einen normalen Tagesablauf hereinzufinden. Was macht man den als erstes an einem neuen Tag? Richtig – man steht auf! Da fing es schon an. Nubi war so nett mir einen Kamillentee zu bereiten. Mein Körper sagte hierzu leider “Nein” – das soll nur ansatzweise umschreiben, in welch elendem Zustand ich mich am nächsten Morgen befand.
Warum heißt nun dieser Vortrag “An Independent (Self)Critical Review”? Ganz einfach. Es war sehr lustig, aber aus der Distanz muß ich meinen exzessiven Alkoholgenuß des Vorabends doch kritisch bewerten. Meine Lernresistenz bezüglich des Alkoholkonsums ist erschreckend. Soweit ich mich erinnere, stand zu jedem Zeitpunkt des Abends schon wieder eine volle Flasche auf dem Tisch, nachdem ich den letzten Schluck der voherigen getankt hatte. So kann es nicht weitergehen – das kann ich meinem Körper auf Dauer nicht zumuten! Schließlich bin ich auch nicht mehr der Jüngste. Andererseits: es hat Spaß gemacht!
PS: So mancher wird sich jetzt fragen: Was soll der Käse, Möller? Wo sind die Bilder? Ich will nicht dein Geschwätz lesen – ich will die Bilder sehen! Nun – leider war niemand mit einer Kamera zugegen. Jedenfalls habe ich im Suff niemanden bemerkt. Sollten irgendwo im Internet Bilder von dieser Party auftauchen, so postet doch bitte den Link, damit alle was davon haben!



Auch ich muss gestehen obwohl ich bei weitem nicht so viel getrunken hatte wie der werte Homi, das ich am nächsten Tag um 8h auf der Arbeit noch nicht so frisch war. Habe mir an diesem Morgen den Weg zu Arbeit auch mit dem Auto gebahnt ,und nicht mit dem Rad da ich ein konditionelles Deviziert verzeichnen musste.
Egal, jedenfalls brauchen wir uns keine Gedanken über eine Geschenkidee nächstes Jahr zu machen, den nach diesem Saufgelage mit anschliessenden Bier rückwärts trinken gibts seitens des Nubis bestimmt keine Einladungs fürs nächste Jahr.
Rein Subjetiv hat der gute Roman anscheinend einen Geburtstag genossen wie er selbst von Berufstrinkern wie David Hasselhoff nicht getoppt werden kann.
Egal, war ne GEILE PARTY, nächstes mal nehme ich den nächsten Tag frei
This is a wonderfull…shit… :Bruce Modus deaktivier:
Das ist doch eine herrliche Zusammenfassung der vergangenen Ereignisse
Viel kann und möchte ich da auch gar nicht hinzusetzen, außer das ich nun weiß wer im nächsten Jahr wieder mit von der Partie ist. Also leuts, makiert euch den Tag im Kalender (Ja auch du TAFKAS
Fortsetzung, dank komischer Zeichensetzung durch mich:
… TAFKAS also die Abkürzung für uns Saletti ;o) an damit wir und von neuem mehr oder weniger philosophisch ergötzen können. Dazu …Bob Ross Modus aktivatet:
Take the brush and paint the calendar on May the 23th in 2008
)
Schon markiert! Was ganz wichtig ist: nächstes Mal ist dann auch die Lokalpresse mit Kameras vor Ort, gell?
Jawohl! Bin ja nun stolzer Besitzer einer Canon Powershot 560
[...] critical or Independet? In Anlehnung an den Beitrag meiner Geburtstagsparty den damals Roman verfasst hat, entsteht nun hier die [...]